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Möglichkeit, mehr Parkraum zu schaffen, sieht der Bürgermeister in der Umsetzung der Garage am Bauhof

Parkplatznot für Feuerwehrleute

AERZEN. Es war nicht das erste Mal, dass die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Aerzen Bürgermeister Bernhard Wagner auf die angespannte Parksituation am Feuerwehrzentrum in der Aerzener Bahnhofstraße aufmerksam gemacht haben. Bereits mehrfach haben die Feuerwehrwehrleute bemängelt, dass sie keinen Platz zum geordneten Abstellen ihrer Privatfahrzeuge rund ums Feuerwehrhaus finden, wenn an Werktagen tagsüber die Melder zum Einsatz rufen.

veröffentlicht am 12.04.2017 um 17:45 Uhr

Eine Möglichkeit, mehr Parkraum zu schaffen, sieht der Bürgermeister in der Umsetzung der Garage am Bauhof. Foto: sbr
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Autor

Sabine Brakhan Reporterin
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„Wenn wir zum Einsatz gerufen werden, muss es schnell gehen. Dann ist keine Zeit, stundenlang herumzukurven und einen Parkplatz zu suchen. Also werden die Fahrzeuge abgestellt, wo gerade auf dem Hof Platz ist“, beschreibt Aerzens stellvertretender Ortsbrandmeister Bernhard Witzky die aktuelle Situation.

Und Platz ist auf dem Hof der Feuerwehr wirklich nicht zuviel. Auf der einen Seite muss darauf geachtet werden, dass die Ausfahrt der Feuerwehrgaragen für die Einsatzfahrzeuge frei bleibt. Auf der anderen Seite parken zwischen den Altglas- und Altkleidersammelcontainern und der Zufahrt zum Bauhof nicht selten Autos von Besuchern der kommunalen Außenstelle. Stellen die herbeieilenden Einsatzkräfte ihre Fahrzeuge hier in zweiter und dritter Reihe ab, werden sowohl die Besucherfahrzeuge als auch die Sammelbehälter zwangsläufig eingeparkt und auch in der Zufahrt zum Bauhof wird es eng.

„Rund um die Sammelbehälter finden sich immer wieder Scherben – nicht unbedingt der optimale Untergrund für Fahrzeugreifen“, bemängeln die Feuerwehrleute darüber hinaus. Richtig eng wird es auf dem Hof von Feuerwehr und Bauhof, wenn die Sammelstelle für Sondermüll geöffnet hat. Dann ist der Hof allein mit Anlieferern zugestellt. „Um den Anlieferverkehr geordnet zu leiten, werden an diesen Tagen die Ausfahrten der Feuerwehr abgesperrt, damit diese nicht von Anliefernden versperrt werden“, erklärt Bürgermeister Bernhard Wagner, der um die Problematik weiß und gemeinsam mit der Verwaltung nach Lösungsmöglichkeiten sucht.

Die Parkplätze sind knapp rund ums Aerzener Feuerwehrzentrum. Foto: sbr
  • Die Parkplätze sind knapp rund ums Aerzener Feuerwehrzentrum. Foto: sbr
Die vordere Parkplatzreihe, insgesamt 16 Parkplätze, wurden mit einer Baulast an das Deutsche Rote Kreuz und die Eigentümer des benachbarten Wohn- und Geschäftshauses auf Rixen-Hof übertragen. Foto: sbr
  • Die vordere Parkplatzreihe, insgesamt 16 Parkplätze, wurden mit einer Baulast an das Deutsche Rote Kreuz und die Eigentümer des benachbarten Wohn- und Geschäftshauses auf Rixen-Hof übertragen. Foto: sbr

Zur Verschärfung der Parksituation haben über Jahre ganz offensichtlich mehrere Faktoren beigetragen: Als der Bauhof mit dem Feuerwehrzentrum an der Bahnhofstraße Anfang der 1980er Jahre geplant und gebaut wurde, gab es im nahen Umfeld weder das Seniorenstift, noch mehrere Wohnanlagen sowie Arzt- und Physiotherapiepraxen samt Apotheken und schon gar kein zeitlich beschränktes Parken an der Bahnhofstraße und am Marktplatz. Der öffentliche Parkplatz vor und hinter den Feuerwehrgaragen war neben dem Parkraum, der für den Bauhof vorgehalten werden musste, wenig frequentiert und bot stets ausreichend Platz, die Fahrzeuge, auch im Fall einer Alarmierung während der Geschäftszeiten, abzustellen.

Mit dem Bau des Seniorenstiftes und der Umgestaltung des ehemaligen Bauernhofes Rixe wurde das anders. „Mit einer Baulast wurden 16 Parkplätze an das Deutsche Rote Kreuz und die Eigentümer des benachbarten Wohn- und Geschäftshauses auf Rixen-Hof übertragen“, erklärt der Bürgermeister. „Um das Parkproblem, das vorwiegend tagsüber unter der Woche auftritt, zu lösen, hat die Verwaltung verschiedene Lösungsmöglichkeiten im Blick und prüft, wie diese umzusetzen sind“, sagt Bernhard Wagner. Rund einmal wöchentlich wird die Freiwillige Feuerwehr in Aerzen zu Einsätzen alarmiert – natürlich nicht immer tagsüber, während der Geschäftszeiten, gibt der Bürgermeister weiterhin zu bedenken. Da muss eine verhältnismäßige Lösung her.

Potential, Parkraum zu schaffen, sieht Bernhard Wagner zum einen in der Umsetzung der Bauhof-Garage. Auch eine Freifläche zwischen Bauhof und Reherweg, die zurzeit als Lagerplatz genutzt wird, könnte umgestaltet werden. Darüber hinaus wird über die Anbringung einer Markierung auf dem Hof von Feuerwehr und Bauhof nachgedacht, um das Verkehrschaos beim Anliefern des Sondermülls in den Griff zu bekommen. „Und dann wäre auch noch der Hof hinter dem Feuerwehrhaus, der als Parkplatz für die Einsatzkräfte dienen könnte“, sagt der Bürgermeister zu einer weiteren Parkmöglichkeit.

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