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CDU und FWE fordern zusätzliche Kapazitäten am Bahnhof / Lärmbelästigung durch Güterverkehr

Parkplätze für Pendler sind Mangelware

Emmerthal (gm). Mehr als 100 Pendler nutzen täglich den Emmerthaler Bahnhof, um in Richtung Hannover oder über Bad Pyrmont bis nach Ostwestfalen zu reisen. Konsequenz: Das vorhandene Park-and-Ride-System ist nicht mehr ausreichend, sodass regelmäßig die Anliegerstraßen im Umfeld des Bahnhofes zugeparkt werden. Wie Bürgermeister Andreas Grossmann während der Sitzung des Emmerthaler Ortsrates feststellte, sind darunter auch zahlreiche Pendler mit einem Holzmindener Kennzeichen. „Da dieser Bahnhof für uns natürlich auch einen Wirtschaftsfaktor darstellt, müsste sich hier langfristig einiges ändern“, sagt er.

veröffentlicht am 15.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 17:41 Uhr

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Die Fraktionsvorsitzenden Matthias Koch (CDU) und Ernst Nitschke (FWE) haben daher einen Antrag an die Verwaltung gestellt, die Situation am Bahnhof zu verbessern. „Auf dem östlichen Bahnkörper, von dem die Gleise bereits entfernt wurden, sollten dringend weitere Parkplätze geschaffen werden“, empfiehlt Matthias Koch. Darüber hinaus wünscht sich die Mehrheitsgruppe aus CDU und FWE im Ortsrat einen barrierefreien Zugang für die Gleise 2 und 3. Wie Koch erläutert, müssen behinderte Personen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, erst einmal nach Bad Pyrmont fahren, dort barrierefrei die Gleise wechseln, um über Emmerthal nach Hannover zu gelangen.

Dass diese Umwege nicht zumutbar sind, darüber war sich der ganze Ortsrat einschließlich Verwaltung einig. Vorschlag von Koch und Nitschke: Von dem dann zusätzlichen Parkplatz auf dem östlichen Bahnkörper könnte mit vertretbarem Aufwand ein barrierefreier Zugang geschaffen werden.

Weiteres Thema: die Lärmbelästigung durch den Güterverkehr entlang der Trasse unmittelbar zur Wohnbebauung. „Darüber hinaus ist ein noch verstärkter Güterzugverkehr durch die Inbetriebnahme des neuen Tiefwasserhafens in Wilhelmshaven zu erwarten“, glaubt Koch. Moderne Lärmschutzwände, aber zumindest eine Geschwindigkeitsreduzierung von durchfahrenden Güterzügen, stellt sich hier die Mehrheitsgruppe im Ortsrat vor. James Palmer sagt für seine Gruppe aus SPD und Grünen, dass sie diesen Antrag sofort unterschreiben würden. „Das ist allerdings ein gewaltiges Paket“, meint der Sozialdemokrat. „Vielleicht sollten wir uns zunächst einmal Prioritäten setzen.“ Bürgermeister Grossmann macht dem Ortsrat keine große Hoffnung auf eine schnelle Umsetzung. Einen barrierefreien Zugang zu den Gleisen Richtung Hameln und Hannover schätzt er auf circa 1,5 Millionen Euro Kosten. „Da sehe ich kaum Chancen auf eine Investition durch die Deutsche Bahn“, sagt der Bürgermeister. Für zusätzliche Parkplätze sieht Grossmann eventuell eine Möglichkeit. „Die Landesnahverkehrsgesellschaft fördert an bestimmten Standorten eine Verbesserung des Park-and-Ride-Systems“, sagt er, schränkt alllerdings ein: „Letztendlich kommt es aber immer auf die Summe an.“

CDU und FWE hoffen dennoch, dass sich die Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde und dem Bahnkonzern ausbauen lässt. „Daher bitten wir die Verwaltung, die notwendigen Schritte zur Umsetzung unseres Antrages schnellstmöglich einzuleiten“, sagt Ortsbürgermeister Rudolf Welzhofer (CDU). „Entscheidend dabei ist, dass man die richtigen Leute an einen gemeinsamen Tisch bekommt und im Interesse der Gemeinde nichts unversucht lässt“, meint Matthias Koch.



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