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Nach technischen Problemen: Traktor zieht sie von der Flussmitte ans Ufer

Pannenhilfe für die Grohnder Fähre

Grohnde. Mitten in der Weser blieb die Grohnder Fähre hängen. „Es ging nicht mehr vor noch zurück“, berichtet Fährmann Dirk Borchers. Grund: Eine Rolle am Stahlseil klemmte. Nach vergeblichen Versuchen, die Fähre ans Ufer zu bringen, rief er einen Landwirt zu Hilfe. Mit einem Traktor zog er sie schließlich an Land.

veröffentlicht am 04.04.2016 um 17:48 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:59 Uhr

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Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Grohnde. Zwangspause für die Grohnder Fähre: Mindestens bis Freitag muss sie ihren Betrieb einstellen, nachdem es Probleme mit einer Rolle entlang der beiden Stahlseile gegeben hat. Das hatte am Sonntagnachmittag dazu geführt, dass die Fähre mitten auf der Weser hängengeblieben war. Mithilfe eines Traktors konnte nach knapp einer halben Stunde die Fähre ans Ufer gezogen werden.

Dort herrschte am Wochenende Hochbetrieb. Frühlingshafte Temperaturen und Sonnenschein hatten zahlreiche Besucher und Touristen gelockt. Nicht zuletzt das Grohnder Fährhaus – der Umbau liegt in den letzten Zügen – galt mit Wirtshaus und Biergarten mit Blick auf den Fluss als Besuchermagnet. Die Grohnderin Nicole Malchow, die von der Terrasse aus das Malheur mit der Fähre beobachtete, hielt die Augenblicke im Bild fest.

„Es ging nicht mehr vor noch zurück“, berichtet Fährmann Dirk Borchers. Er war erst kurzfristig alarmiert worden, da sein Bruder Dienst auf der Fähre hatte, als es plötzlich vor den Augen vieler Schaulustiger nicht mehr weiterging. Mit einem Boot wurde Dirk Borchers an Bord der Fähre gebracht. Seine Versuche, das Problem mit der verklemmten Rolle am Gierseil zu lösen, waren vergeblich. Dann rief er den Landwirt der Domäne an. „Der war umgehend da“, berichtet der Fährmann. „Dann ging alles ganz schnell.“ Allerdings: Die Fähre stellte daraufhin ihren Betrieb ein. Gäste auf der Seite des Grohnder Fährhauses, die ihr Auto auf der anderen Uferseite geparkt hatten, konnten aber mit unkomplizierter Unterstützung rechnen. „Man half sich gegenseitig“, berichtet Nicole Malchow. „Unser zu Hilfe gerufener Freund nahm beispielsweise noch zusätzlich ein fremdes Ehepaar mit nach Grohnde zu ihrem Auto.“

Gestern war eine Fachfirma vor Ort. „Da ließ sich aber auf die Schnelle nichts machen“, sagt Borchers. Ein neuer Versuch soll am Mittwoch gestartet werden. Ein Hubsteiger kommt dann zum Einsatz, um die Rolle an dem hoch über der Weser verlaufenen Stahlseil überhaupt erreichen zu können. Anschließend müsse voraussichtlich die Reparatur in der Werkstatt erfolgen. „Ich hoffe, dass die Fähre am Wochenende wieder im Einsatz ist“, sagt Borchers. Zwar hat die Saison für ihn bereits vor einem Monat gestartet, doch der Hochbetrieb der als Touristenattraktion geltenden Fähre startet bekanntlich erst bei schönem Wetter. „Bis Freitag bleibt sie aber auf jeden Fall erst mal liegen.“

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