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Nach Sparkurs des Bundes im Vorjahr soll Zeitplan nun feststehen / Drei Brückenbauwerke voraussichtlich bis Mai fertig

Ortsumgehung: Finanzierung wird nicht weiter gestreckt

Aerzen (cb). Nachdem es aus finanziellen Gründen Verzögerungen beim Bau der Aerzener Ortsumgehung gegeben hat, soll es nun dabei bleiben, dass im Laufe des Jahres 2013 der Verkehr über die neue Bundesstraße 1 rollen soll. „Die Planung steht wie gedacht“, berichtet Markus Brockmann von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr im Geschäftsbereich Hameln auf Nachfrage. „Die Finanzierung wird nicht weiter gestreckt, sondern bleibt, wie sie 2010 angekündigt worden ist“, sagt der Geschäftsbereichsleiter.

veröffentlicht am 19.01.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 19:41 Uhr

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Ursprünglich sollte die Ortsumgehung im Frühjahr 2012 fertig sein, wie es immer noch auf den Bauschildern zu sehen ist. Dann blieb die Finanz- und Wirtschaftskrise nicht ohne Folgen auf den Bundeshaushalt – Berlin setzte den Rotstift im letzten Jahr auch bei den Bauprojekten an. Bei einigen Aerzenern gab es daraufhin die Sorge, dass es zu einem Baustopp kommen könnte und künftig nur die bis dahin fertiggestellten Brückenbauwerke von den ursprünglichen Plänen künden könnten. Brockmann machte allerdings im Vorjahr deutlich, dass es nicht zu einem Stillstand kommen würde. Schon im Sommer begannen in Aerzen die Arbeiten für weitere Brücken am Ortseingang von Groß Berkel aus kommend und an der Gellerser Straße.

Die drei Bauwerke sollen bis Ende Mai fertig sein. „Und es sieht gut aus“, geht Brockmann davon aus, dass der Zeitplan eingehalten werden kann. Auch den Winter über kamen die Arbeiten nicht ganz zum Erliegen. In diesem Jahr sei geplant, die letzte Brücke – sie soll den landwirtschaftlichen Verkehr vom Schierholzberg aus in Richtung Selxen über die Bundesstraße führen – und die Trasse der 4,3 Kilometer langen Neubaustrecke auszuschreiben. Eine Ausschreibung bedeutet, dass Unternehmen Angebote für die Bauarbeiten unterbreiten können. Über den nächsten Winter könnten dann die weiteren Vorbereitungen in der Landesbehörde getroffen werden. Der Bau der letzten Brücke könnte dann 2012 erfolgen, während für die Trasse zwischen den Anschlussstellen Reher und Selxen die Jahre 2012/2013 vorgesehen sind, wie der weitere Zeitplan vorsieht. Auf einen genauen Termin für die Fertigstellung der Ortsumgehung will sich Brockmann nicht festlegen. „Wir müssen sehen, wie schnell es geht.“

Gleichzeitig bestätigt der Geschäftsbereichsleiter, dass der Planfeststellungsbeschluss als Zulassungsentscheidung für das Bauprojekt inzwischen unanfechtbar ist. Bekanntlich hatte ein Aerzener dagegen Klage erhoben. Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg hatte sie abgewiesen. Die erhobene Beschwerde wegen der Nichtzulassung der Revision wurde nun endgültig vom Bundesverwaltungsgericht zurückgewiesen. Wie berichtet, hatte die Klage aber keine aufschiebende Wirkung für den Bau.

Für manche Aerzener scheint aber ein anderer Punkt offenbar „die spannendste Frage zu sein“, wie Markus Brockmann schmunzelnd feststellt. Schon zu Monatsbeginn erhielt er nämlich die Anfrage, ob denn das Aerzener Osterfeuer noch einmal unterhalb der Bussardklause stattfinden kann. „Es darf“, beruhigt Brockmann die Organisatoren und Besucher. „Aber für das nächste Jahr muss man sich eine neue Stelle suchen.“

Bis Mai sollen laut Planung die Brückenbauwerke fertig sein, die derzeit errichtet werden. Darunter befindet sich auch die Überführungsrampe am Ortseingang von Aerzen. Foto: Wal



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