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Bürgermeister: Ein guter Tag für Aerzen / Parlamentarischer Staatssekretär: Lebensqualität verbessern

Ortsumgehung – Baum kündet vom Baubeginn

Aerzen (cb). Die geplante Ortsumgehung wird die Verkehrssicherheit in Aerzen deutlich steigern. Bei einer Feierstunde unterhalb des Schierholzberges sagte gestern der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Achim Großmann, dass sich die „Wohn- und Lebensqualität früher als erwartet spürbar verbessern wird“. Wenige Wochen bevor im Sommer die Bauarbeiter anrücken, ist gestern bereits der erste Spatenstich für die Ortsumgehung Aerzen erfolgt: Symbolisch pflanzten die Ehrengäste einen Baum auf der Streuobstwiese oberhalb des künftigen Trassenverlaufs der Straße, um damit den Abschluss der landschaftspflegerischen Arbeiten zu dokumentieren.

veröffentlicht am 08.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 05:21 Uhr

Symbolisch pflanzten die Ehrengäste zum Baubeginn der Ortsumgehu
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„Die zunehmende Mobilität ist ein Segen, bedeutet aber auch Belastungen“, meinte der Parlamentarische Staatssekretär. Ab 2015 werde in Aerzen eine Verkehrsmenge von bis zu 15 500 Kraftfahrzeugen täglich prognostiziert, wobei der Durchgangsverkehr einen Anteil von rund 60 Prozent habe. Wenn die 4,3 Kilometer lange Umgehungsstraße voraussichtlich in 36 Monaten fertiggestellt sei, erhalte Aerzen „die Chance, den Ortskern anders zu gestalten“. Als Vertreter des Bundes, der für die B 1 als Bauherr auftritt, verwies Großmann darauf, dass es mit der Ortsumgehung auch darum gehe, den Verkehrsfluss zwischen den Oberzentren Paderborn und Magdeburg zu verbessern. Die 9,7 Millionen Euro teure Trasse sei eines von drei Straßenbauprojekten in Niedersachsen, die durch höhere Mauteinnahmen finanziert würden, so Großmann.

„Eine gute Infrastruktur sichert auch die Standortqualität“, meinte Ministerialdirigent Bernd Schmidt vom Niedersächsischen Verkehrsministerium, der ebenfalls von einem „besonders erfreulichen Ereignis für die Menschen, die an der B 1 wohnen“, sprach. Schmidt verwies darauf, dass auch die Planungen für die Südumgehung in Hameln und die Umgehungsstraße in Coppenbrügge vorangetrieben werden sollten. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass die Gemeinde Aerzen in finanzielle Vorleistung für die Planungskosten getreten sei, als das Land über weniger Geld verfügte. „Das zahlt sich jetzt aus“, so Schmidt. „Die Ortsumgehung kann früher als erwartet realisiert werden.“

Erste Arbeiten

beginnen im Sommer

„Ein wichtiger und guter Tag für Aerzen“ – das sagte Bürgermeister Bernhard Wagner vor den zahlreichen Gästen, unter ihnen auch die Kommunalpolitiker sowie die heimischen Bundestags- und Landtagsabgeordneten. Es gebe eine jahrzehntelange Vorgeschichte und 18 Jahre konkrete Planungen zur Umgehungsstraße, wobei er seinen Amtsvorgänger und früheren Gemeindedirektor Peter Bartels als einen „Motor“ des Verfahrens bezeichnete. Wagner erinnerte daran, dass es neben Befürwortern unter den Einwohnern durchaus kritische Stimmen zu den Plänen gebe. „Natürlich stellt die Ortsumgehung einen erheblichen Eingriff in die Landschaft dar“, sagte der Bürgermeister, fügte aber hinzu: „Um die Wohn- und Aufenthaltsqualität im Ortskern zu verbessern, gibt es keine bessere Alternative.“ Der Bau der Straße bedeute „eine entscheidende Weichenstellung für die Zukunftsfähigkeit“ von Aerzen. Als weitere Schritte kündigte er an, auf eine Ortsumgehung auch für Reher und die Neugestaltung des Aerzener Ortskerns hinzuarbeiten.

Laut Niedersächsischer Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr soll im Sommer mit dem Bau der ersten Brücken begonnen werden, bevor ab dem nächsten Jahr die Trasse folge.



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