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„Ort nationalsozialistischer Selbstinszenierung“

In der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten begrüßen (und kofinanzieren) wir den nun beschlossenen Weg einer kritischen Vor-Ort-Dokumentation des Bückeberges als überregional wichtigem Ort nationalsozialistischer Selbstinszenierung. Die NS-Verbrechen, für die Orte wie Bergen-Belsen, Salzgitter-Drütte, Sandbostel und viele andere in Niedersachsen stehen, fanden im Kontext der von den Nationalsozialisten propagierten „Volksgemeinschaft“ statt, die radikal rassistisch formiert war.

veröffentlicht am 30.12.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:54 Uhr

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Das bedeutet, dass die Verbrechen ohne ihren gesellschaftlichen Rahmen gar nicht erzählt und auch nicht verstanden werden können: Bergen-Belsen und der Bückeberg gehören zusammen, sind Teil eines Systems.

Wer über die Verbrechen spricht, muss zwingend auch über die Täter und die Mitmachbereitschaft in der Bevölkerung sprechen – und diese wurde nicht zuletzt durch „Artfremde“ und „Gemeinschaftsfremde“ ausgrenzende Integrationsdiskurse ermöglicht. In der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten vertreten wir deshalb einen integralen Ansatz der Auseinandersetzung mit den NS-Verbrechen, einen Ansatz, der sowohl Leidens- und Tatorte als auch Täterorte und Stätten nationalsozialistischer Selbstinszenierung wie überhaupt den gesellschaftsgeschichtlichen Kontext des Nationalsozialismus in den Blick nimmt.

Dr. Jens-Christian Wagner, Geschäftsführer der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten in Celle.



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