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Denkmal mit Wildwuchs

Ohrbergpark: Gedenkplatz für Gründer kaum noch zu erkennen

EMMERTHAL. Was ist mit dem Ohrbergpark los? Unser Leser Lothar Dehne sorgt sich um den beliebten Landschaftspark vor den Toren Hamelns. Grund seiner Sorge: das Denkmal von Georg Adolph von Hake, der vor genau 200 Jahren das Areal anlegen ließ. „Der Platz und das Denkmal sind kaum noch als Gedenkplatz erkennbar“, kritisiert Lothar Dehne.

veröffentlicht am 09.08.2018 um 17:56 Uhr

Zugewuchert und kaum noch zu erkennen: das Denkmal von Georg Adolph von Hake, der vor genau 200 Jahren den Ohrbergpark anlegte. Foto: hek

Autor:

Henner E. Kerl
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In der Tat: Beides verwildert derzeit, vom Sandsteindenkmal, das Ernst von Bandel, der Erbauer des Hermannsdenkmals, entworfen hat, ist kaum noch etwas zu erkennen.

„Uns selbst tut das gewiss am meisten leid“, macht Ursula Freifrau von Hake deutlich. „Wir haben im gesamten Park momentan einen starken Pflegerückstand. So viel an notwendigen Arbeiten konnte bisher nicht ausgeführt werden“. Ursache dafür sei ein Personalwechsel.

Dass der gesamte Bereich um das Denkmal sich derzeit so schlecht präsentiere, habe nichts mit fehlender Ehrfurcht vor dem Parkgründer zu tun. Ihr Vorfahr habe Großartiges geleistet. Als jener Georg Adolf von Hake 1840 kinderlos starb, erbte sein Vetter das Rittergut samt Park und der ließ das Denkmal an einem Lieblingsplatz seines Onkels in einer Felsennische nahe am Weg zur alten Anlegestelle erbauen.

Der Denkmalsockel wirkt ebenfalls verwunschen. Foto: hek
  • Der Denkmalsockel wirkt ebenfalls verwunschen. Foto: hek
An diesem Weg ist das Geländer kaputt. Foto: hek
  • An diesem Weg ist das Geländer kaputt. Foto: hek
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Der 45 Hektar große Ohrbergpark gehört zu den Ländereien des Ritterguts Ohr, das sich seit dem Jahre 1307 im Besitz der Familie von Hake befindet. Im Stile eines englischen Landschaftsgartens angelegt, erlangte er mit einer bunten Mischung aus heimischen und fernen Pflanzenkulturen große Bedeutung weit über das Weserbergland hinaus und lockt vor allem im Frühsommer, wenn Azaleen und Rhododendren zu einem faszinierenden Blütenmeer verschmelzen, viele Besucher an. „Ein so großer Park erfordert einen enormen Pflegeaufwand“, erklärt Freifrau Ursula von Hake. Deshalb habe sie eine vielleicht ungewöhnliche Idee: „Wie wäre es, wenn Freiwillige kämen und uns bei den Pflegearbeiten helfen würden?“ Sie und ihr Mann, Freiherr Dietrich von Hake, würden sich über jeden Helfer freuen.

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