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Erste Informationen zu den Plänen einer Integrierten Gesamtschule / Bürgermeister fordert eine vernünftige Lösung für die Gemeinde

Offenheit gegenüber IGS – wenn der Standort Aerzen gesichert wird

Aerzen (sbr). Die Integrierte Gesamtschule (IGS) ist ein zusätzliches Angebot zu den im Landkreis bereits bestehenden Schulformen, bei dem Schüler mit Haupt-, Real- und Gymnasialempfehlung im Sekundarbereich I gemeinsam unterrichtet werden. Das war die Kernaussage der Informationsveranstaltung der Initiative IGS Hameln-Pyrmont, die in Aerzen nur durch Annette Hergaden und Jutta Pöhler vertreten war. Die etwa 30 Interessierten hätten gern den Austausch mit erfahrenen IGS-Eltern gesucht, doch so gab es von den beiden Lehrkräften lediglich einen ersten allgemeinen Einblick in die Arbeit einer IGS. Auch konnten keine verbindlichen Antworten auf Fragen wie eine verlässliche Nachmittagsbetreuung gegeben oder Aussagen über mögliche Klassenstärken gemacht werden.

veröffentlicht am 06.10.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 01:21 Uhr

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„Die Landesschulbehörde überprüft den Antrag des Schulträgers und genehmigt ihn gegebenenfalls. Nach der Genehmigung wird eine Planungsgruppe von der Landesschulbehörde eingesetzt, die das pädagogische Konzept erarbeitet“, lautet die Antwort auf die Frage, wie es nach einer positiven Elternbefragung mit IGS-Standorten in Hameln und eventuell darüber hinaus weitergeht. Im Moment ist laut Gesetz für die IGS-Neugründung Fünfzügigkeit vorgeschrieben, das heißt fünf Parallelklassen pro Jahrgang. Die Jahrgangsgröße beträgt mindestens 130 Schüler. In vier Jahrgangsstufen müssen jeweils 130 Eltern ihr Interesse an einer IGS bekunden. Befragt werden die Eltern der Grundschulen und des letzten Kindergartenjahrgangs.

„Die meisten Integrierten Gesamtschulen haben Wartelisten. Niedersachsenweit gibt es doppelt so viele Anmeldungen wie Plätze“, konnte Jutta Pöhler aus der Praxis bereits bestehender Einrichtungen berichten. Bei mehr Anmeldungen als Plätzen für den zukünftigen IGS-Standort Hameln entscheidet die Schule mit einem Losverfahren. „Hierbei werden alle Bewerbungen berücksichtigt, unabhängig, ob der Schüler oder die Schülerin in der Stadt Hameln oder dem Landkreis Hameln-Pyrmont zu Hause ist“, erklärte Andreas Breitkopf, Fachbereichsleiter für Bildung, Jugend und Kultur innerhalb der Hamelner Stadtverwaltung. Eine klare Position bezog Bürgermeister Bernhard Wagner: „Der Schulstandort Aerzen muss gesichert und gestärkt werden. Ich habe keine Vorbehalte gegen einen IGS-Standort Hameln, werde aber alles daransetzen, eine vernünftige Lösung für Aerzen zu erreichen.“ Dabei denkt er auch über eine Verzahnung der Aerzener Grundschulen mit der Schule im Hummetal nach. „Unabhängig vom Ergebnis der Elternbefragung, muss es unser erklärtes Ziel sein, unseren Kindern auch weiterhin die Möglichkeit eines wohnortnahen Schulbesuches zu gewährleisten“, erklärt Bernhard Wagner die Sicherung des Schulstandortes zur Chefsache und sieht im Elternbefragungsergebnis gleichzeitig einen Handlungsauftrag, der neue Perspektiven eröffnet. Darüber hinaus machte er deutlich, welch hervorragende Möglichkeiten der Schulstandort Aerzen den Schülern und Schülerinnen bereits jetzt bietet und untermauerte dieses durch sehr gute aktuelle Ergebnisse bei den Schulinspektionen. Auch der Kreistagsabgeordnete und ehemalige Aerzener Bürgermeister Peter Bartels machte noch einmal seine Position deutlich: „Ich kämpfe für den Erhalt des Schulstandortes Aerzen im Sekundarbereich I!“



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