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Es fehlen Aussteifungskreuze, ohne die der Turm Schaden nehmen könnte

Noch schweigt die Glocke in Multhöpen

MULTHÖPEN. Er ist der Erste in einer Reihe von Glockentürmen im Flecken Aerzen, die mit Leader-Mitteln saniert werden. Die neue Holzkonstruktion des Glockenturms am Dorfgemeinschaftshaus in Multhöpen wurde bereits aufgebaut, ebenso die Glocke aufgehängt. Aber noch kann sie nicht wieder geläutet werden.

veröffentlicht am 06.08.2018 um 12:10 Uhr

Die Glocke hängt bereits, darf aus Gründen der Statik aber noch nicht läuten. Foto: sbr
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Autor

Sabine Brakhan Reporterin
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Der Grund: „Das Läutewerk wurde noch nicht angebracht und angeschlossen, weil noch Aussteifungskreuze installiert werden müssen“, erklärt Aerzens Erster Gemeinderat Andreas Wittrock. „Diese dienen der Aussteifung des Baukörpers, damit der Turm durch die Schwingungen beim Läuten der Glocke keine statischen Schäden nimmt“, weiß Andreas Wittrock weiter zu berichten.

Die Glocke im Glockenturm am Dorfgemeinschaftshaus in Multhöpen musste schon seit geraumer Zeit schweigen. Die abgängige Holzkonstruktion durfte schon seit vielen Monaten nicht mehr benutzt werden, weil im Fußbereich die Ständer abgefault waren, wie Michael Dombrowski, Mitglied im Ortsrat der Ortschaft Dehmkerbrock, bereits vor Beginn der Sanierungsarbeiten berichtete. Die Standsicherheit des alten Holzglockenturms, der aus der Mitte der 1980er-Jahre stammte, war akut gefährdet.

Zum Thema „Multhöpener Glockenturm“ kann Heinrich Köster eine nette Anekdote beisteuern: Ursprünglich war die Glocke, deren Anschaffung 1954 durch Spenden aus der Bevölkerung mitfinanziert wurde, im damals neuen Schlauchturm am Spritzenhaus der Feuerwehr Multhöpen installiert. „Wenn wir dann in den Turm klettern mussten, um die Schläuche zum Trocknen aufzuhängen, haben wir immer auch ausprobiert, ob die Glocke noch funktioniert. Für uns war es ein Jux, aber unser damaliger Truppführer Hermann Reese war von dem Geläut weniger erfreut“, erinnert sich der Multhöpener Senior. Das Spritzenhaus wurde Mitte der 1980-Jahre durch das Dorfgemeinschaftshaus mit Feuerwehrgarage ersetzt. Ein Schlauchturm war nicht mehr notwendig, sodass die Glocke ihren eigenen Turm auf dem DGH-Gelände erhielt.



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