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CDU und FWE fordern „Sicherheitsforum“ / Polizei: „Emmerthal traditionell sehr sicher“

Nimmt die Kriminalität zu?

EMMERTHAL. Unter Hinweis auf Straftaten aus jüngster Zeit fordern CDU und FWE im Kernort ein „Emmerthaler Sicherheitsforum“. Dieses Projekt solle in erster Linie informieren, wie die Täter vorgehen und solle Wege aufzeigen, sich gegen Verbrechen möglichst zu schützen, wie Matthias Koch von der CDU im Ortsrat meint.

veröffentlicht am 26.01.2017 um 13:38 Uhr

CDU und FWE verweisen auf aktuelle Straftaten (Symbolbild) in Emmerthal. Bei einem Sicherheitsforum sollen auch Wege aufgezeigt werden, wie sich die Einwohner gegen Verbrechen schützen können. Foto: dpa
Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Dieses Projekt solle in erster Linie darüber informieren, wie die Täter vorgehen und solle Wege aufzeigen, sich gegen Verbrechen möglichst zu schützen, wie Matthias Koch, Fraktionsvorsitzender der CDU im Emmerthaler Ortsrat, erläutert. „War die von CDU und FWE heftig kritisierte personelle Abrüstung unserer Polizeistation in Kirchohsen möglicherweise eine willkommene Einladung für Verbrecher?“, heißt es in einer Mitteilung der beiden Parteien. „Wie sicher kann man sich überhaupt noch in unserer Gemeinde fühlen?“

Nach Vorstellung von Koch sollen in dem Sicherheitsforum im Dorfgemeinschaftshaus Emmern Polizei, Verwaltung und Politik genauso vertreten sein wie betroffene und interessierte Einwohner. Dass es genügend von Straftaten und möglichen Verbrechen Betroffene gebe, daran lässt der Christdemokrat unter Hinweis auf mehrere Beispiele keinen Zweifel. Wie die Polizei auf Nachfrage mitteilt, hat sie dem Initiator bereits die Bereitschaft signalisiert, an einem entsprechenden Forum teilzunehmen. Allerdings macht Polizeioberkommissar Jens Petersen von der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden gleichzeitig unter Hinweis auf statistische Daten deutlich: „Zur aktuellen Sicherheitslage sei erwähnt, dass die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Emmerthal traditionell sehr sicher leben.“

CDU und FWE stellen die Situation hingegen drastischer dar. „Die Einbrecher und ihre Gehilfen sind immer besser organisiert“, heißt es. „Leider auch in Emmerthal.“ Koch: „Immer wieder wird uns von Personen berichtet, die Grundstücke auskundschaften und dabei immer dreister vorgehen. Wer weiß denn schon, dass etwa Joghurtbecher und Plastikflaschen sowie Äste und Klebestreifen vor und auf Grundstücken ausgelegt werden, die den Einbrechern als sogenannte Gaunerzinken den Weg weisen?“

Das solle ebenso Thema des Forums sein wie eine Tat bei einem Einkaufsmarkt in Kirch- ohsen, die Unternehmer Peter Verbarg dazu veranlasst habe, eine private Securityfirma zum Schutz seines Verkaufsteams zu engagieren. Mitarbeiterinnen des „Verbarg Frischemarkts“ seien mehrfach bedroht und sexuell belästigt worden, berichtet der CDU-Politiker. „Die Taten wurden zur Anzeige gebracht und von der Polizei aufgenommen“, meint Koch und glaubt: „Ernsthafte Konsequenzen“ gegen vier Männer würden „voraussichtlich ausbleiben“.

Die Beamten der Polizeistation Emmerthal wie auch des Zentralen Kriminaldienstes in Hameln würden jeden Einzelfall ernstnehmen, entgegnet Petersen. Sie seien bestrebt, begangene Taten aufzuklären und zukünftige Straftaten zu verhindern. „Dies gilt selbstverständlich auch in dem aktuell hier angezeigten Fall der Belästigung einer Mitarbeiterin eines Verbrauchermarktes“, so der Polizeisprecher. „Diesbezüglich wird wegen sexueller Belästigung und Nötigung ermittelt.“

Vor allem in Großstädten seien Sicherheitsdienste im öffentlichen Raum bereits allgegenwertig, meinen die Initiatoren des Forums. Ob dies für Emmerthal eine Option sein könne, lassen CDU und FWE offen. Dies könnte sich aus dem Sicherheitsforum möglicherweise ergeben. Koch stellt aber klar: „Der Staat muss die Menschen schützen können.“

Die Reduzierung der Stellenzahl und der Öffnungszeiten in der Polizeistation neben dem Rathaus hatte im vergangenen Jahr zu erheblichen Debatten geführt. Die Polizeiinspektion „pflegt in Sicherheitsfragen seit jeher einen engen Austausch mit den Städten und Gemeinden“, so auch mit der Gemeinde Emmerthal. „Hier kam dem Thema Sicherheit im Kontext der unvermeidlichen Reduzierung des Personalkörpers bei der Polizeistation Emmerthal im vergangenen Jahr eine besondere Bedeutung zu“, meint Petersen. „Zu den dabei aufgeworfenen Fragen hat die Polizeiinspektion stets Rede und Antwort gestanden. Dies wird auch zukünftig so bleiben.“



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