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Erste Erfahrungen mit offener Ganztagsschule in Aerzen / Keine Konkurrenzsituation mit Groß Berkel

Neues Angebot „gute Idee mit Haken und Ösen“

Aerzen (sbr). „Es ruckelt sich zurecht!“ Eine durchaus positive Zwischenbilanz zog Aerzens Grundschulleiter Uwe-Jens Eberhardt nach dem ersten Halbjahr als Offene Ganztagsschule. Insgesamt 68 verbindliche Anmeldungen entsprechen genau dem zuvor durch Elternbefragung ermittelten Bedarfswert. Durchschnittlich 47 Schüler und Schülerinnen täglich werden, verteilt auf drei Gruppen, von Montag bis Donnerstag betreut, erklärt der Schulleiter den Mitgliedern des Ausschusses für Schul- und Kulturangelegenheiten. Dank der Unterstützung durch die Gemeinde als Schulträger ist auch die Spätbetreuung gesichert, sodass an der Grundschule Aerzen für die Kinder zurzeit ein Betreuungsangebot von 7.30 bis 17 Uhr besteht. Freitags findet die Betreuung durch eine Mitarbeiterin der Gemeinde statt, da sich das Ganztagsangebot lediglich auf die vier ersten Wochentage bezieht.

veröffentlicht am 09.02.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 20:21 Uhr

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Doch auch die Schwierigkeiten verschwieg der Schulleiter nicht. Ein fehlender Bewegungsraum samt Ausstattung, personalintensive Aufsichten, Fachkräftemangel sowie zeit- und kostenintensive Verwaltungsarbeit sind die Kritikpunkte, die sich während der Anfangsphase des Ganztagsschulbetriebs offenbarten. „Eine gute Idee mit Haken und Ösen“ nannte Eberhardt deshalb das neue Betreuungsangebot. Während in Aerzen auf die starre, verbindliche Betreuungsform gesetzt wird, hält die Grundschule Groß Berkel an ihrem flexiblen Modell fest. „Eine Befragung hat ergeben, dass die Eltern mit der Möglichkeit, sich flexibel zur Ganztagsbetreuung an- beziehungsweise abzumelden, zufrieden sind“, erklärt Groß Berkels Grundschulleiterin Agnes Wulff. Zurzeit nehmen in Groß Berkel 26 Grundschulkinder am Angebot der Ganztagesbetreuung teil. Ein Schulortwechsel aufgrund des praktizierten Betreuungsmodells konnte weder in Aerzen noch in Groß Berkel beobachtet werden, teilten beide Schulleiter übereinstimmend mit.

Nachdem bereits im vergangenen Jahr die beiden ersten Klassen der Grundschule Aerzen mit neuem Mobiliar ausgestattet wurden, sprach sich der Ausschuss dafür aus, nun Mittel für die Ausstattung von zwei Groß Berkeler Grundschulklassen in die Haushaltsverhandlungen einzubringen. Eine erste Ideenskizze für die Schulhofneugestaltung konnte die Arbeitsgruppe der Grundschule Aerzen vorlegen. Sie dient nun als Grundlage für weiterführende Planungen. Da der Schulhof der Grundschule ganztägig auch anderen Kindern zugänglich ist, konnte die Neugestaltung in die Leader-Projekt-Förderung aufgenommen werden. Die Gesamtkosten der Umgestaltung werden mit 46 800 Euro angegeben, wovon 20 000 Euro durch Leader-Mittel finanziert würden, so eine erste Einschätzung. „In den nächsten Jahren muss das mittlerweile 15 Jahre alte Spielgerät aus Sicherheitsgründen ausgetauscht werden. Eine Neubeschaffung würde mit etwa 20 000 Euro zu Buche schlagen. Die komplette Neugestaltung des Schulhofes kostet den Flecken Aerzen am Ende lediglich circa 7000 Euro mehr als die Ersatzbeschaffung des Spielgerätes“, begründete der Ausschuss seine Zustimmung zu den Planungen.

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