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Börry arbeitet mit Veranstaltungsmanager zusammen / Mäßige Besucherzahl

Neue Marketingstrategie fürs Museum

Emmerthals Erster Gemeinderat Elmar Günzel drehte mit Tochter Marlena ein paar Runden auf dem alten Traktor.

veröffentlicht am 06.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 07:21 Uhr

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Fotos: gm

Börry (gm). Zum 19. Mal öffnete das Börryer Museum für Landtechnik und Landarbeit am Sonntag seine Pforten. Bei frühlingshaften Temperaturen machte allerdings nur eine mäßige Besucherzahl einen Rundgang über das circa 8000 Quadratmeter große Freilichtareal.

Einer unter ihnen war Rudi Czekanowski aus Hastenbeck. Nach über 15 Jahren besuchte er seine alte Heimat, um seiner Enkelin das ehemalige Kinderzimmer ihrer Mutter zu zeigen. „Wir haben von 1972 bis 1978 hier im Grave-Wohnhaus gelebt“, sagte der 69-Jährige. „Bis auf das Dach hat sich fast nichts verändert, und die Stuben sehen immer noch aus wie früher.“

Was Czekanowski allerdings noch nicht kannte, ist die neue Marketingstrategie, die die Gemeinde Emmerthal mit der Event-Community aus Hannover abgeschlossen hat. Eventmanager Günter Krainz möchte das Museum künftig noch attraktiver gestalten und erhofft sich dadurch neue Zielgruppen. „Spezielle Seniorennachmittage und zünftige Bikerfrühstücksangebote passen ideal in diese beschaulich schöne Location“, meinte Krainz, der es sich am diesjährigen Eröffnungstag nicht nehmen ließ, mit seinen Geschäftspartnern aus Hannover einige Runden auf einem der alten Trecker zu drehen. Emmerthals Erster Gemeinderat Elmar Günzel, zugleich Mitglied im Förderverein des Museums, stand ihm in nichts nach und bewies seiner vierjährigen Tochter Marlena, dass Papa auch schon richtig viel Erfahrung im Treckerfahren hat.

Jens Thöner holt das Brot aus dem Steinbackofen.
  • Jens Thöner holt das Brot aus dem Steinbackofen.

Museumscafé unter neuer Leitung

Im Museumscafé, erstmals unter neuer Führung von Fleischermeister und Caterer Dietmar Herford aus Springe, gab es ein kaltes Büfett. Aus dem Steingutbackofen des Museumsbackhauses gab es leckeren Butterkuchen, süße Campingbrötchen, herzhafte Laugenbrezel und verschiedene Brotsorten, die Bäcker Jens Thöner bereits am Vormittag ganz frisch aus dem Steingutofen holte.

Wie immer bei solchen Eröffnungstagen hatte Museumswart Dieter Brockmann viel zu tun. Nicht so ganz zufrieden schien er mit der Besucherbilanz am frühen Nachmittag: „Es sind zwar einige auswärtige und vielleicht auch prominente Gäste hier, aber aus unserem Ort habe ich bislang noch niemanden gesehen.“

Im letzten Jahr hatte Dieter Brockmann mit Sohn Timo am Eröffnungstag Pizza im Steingutofen gebacken, die weg ging wie warme Semmeln. „Ich hatte mich eigentlich auch in diesem Jahr wieder auf eine rustikale Pizza gefreut“, meinte der elfjährige Alexander aus Hameln enttäuscht, der schließlich eines der leckeren süßen Campingbrötchen aß und sich die gute Laune am Eröffnungstag nicht verderben ließ.

Zum Abend hin konnte Museumswart Dieter Brockmann doch noch einen Besucherzulauf feststellen. Einige Stammgäste seien noch gekommen, und das Besucherinteresse am diesjährigen Eröffnungstag sei vergleichbar mit den Vorjahreszahlen. Auch wenn Brockmann meinte, dass „die Osterferien und der verkaufsoffene Sonntag in Hameln wahrscheinlich ihren Teil dazu beigetragen haben, dass es bei uns nur mäßig voranging“, zeigte er sich letzten Endes doch mit der Besucherresonanz zufrieden.



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