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Einrichtung für die neue Saison gut gerüstet

Neue Exponate im Museum

BÖRRY. Museumswart Dieter Brockmann hat gemeinsam mit zahleichen ehrenamtlichen Helfern die Wintermonate genutzt, das Museum für Landtechnik und Landarbeit auf Vordermann zu bringen. Das Anbringen neuer Strahler gehörte dabei eher zu den Kleinigkeiten. Für Brockmann war diese Änderung dennoch wichtig, denn die neuen Lampen tragen deutlich zur verbesserten Ausleuchtung des Bereichs im Obergeschoss der Museumsscheune bei, der sich dem Thema „Zuckerrübenanbau und -verwertung“ widmet und diesen einst für die Region so wichtigen Erwerbszweig anhand zahlreicher Exponate erläutert.

veröffentlicht am 07.04.2019 um 16:57 Uhr

Zu den Neuheiten im Museum für Landtechnik und Landarbeit in Börry gehört auch eine Rübensaftpresse. Foto: BR
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Autor

Burkhard Reimer Reporter
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Neu sind dort unter anderem die beiden „Rübentragen“, auf denen die geernteten Zuckerrüben gesammelt und dann an den Ort gebracht wurden, an dem sie zu einer Miete aufgehäuft werden sollten. Es sind zwar zumindest aus technischer Sicht sehr einfache Gerätschaften, die aber für eine gut durchorganisierte Rübenernte unverzichtbar waren – jedenfalls in jenen Tagen, als die Ernte noch nahezu ausschließlich von Hand erfolgen musste. In den Bereich der Verarbeitung von Zuckerrüben gehört auch die Rübensaftpresse, die ebenso eine der Neuanschaffungen ist, wie zwei weitere Pflüge und ein bestens erhaltener Kartoffelsortierer. Hinzu kommt jetzt noch ein zweites Rapsglanzkäferfanggerät, über das Brockmann indes aber gar nicht so schrecklich glücklich ist: War er doch bisher stets der festen Überzeugung, „dass wir die Einzigen sind, die so ein Gerät in ihrem Museum haben.“ Na, wenigstens steht nun auch das zweite Exemplar in Börry und nicht etwa in sonst einem Landwirtschaftsmuseum.

Das alles ist in den vergangenen Monaten aber nicht nur angeschafft, sondern auch von fleißigen Händen gereinigt, liebevoll hergerichtet und schließlich auch am jeweils passenden Ort platziert worden. Mit besonderem Stolz erfüllt den Museumswart dabei eine weitere Sehenswürdigkeit, die in diesem Jahr erstmals präsentiert werden kann. Es handelt sich um die originale Einrichtung eines Friseursalons aus den Jahren kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, die Brockmann inzwischen ganz nach seinen Wünschen komplettieren konnte. Wie der Museumswart berichtet, ist „der Friseurmeister Meyer aus Bremke darin ab 1948 seinem Handwerk nachgegangen und hat damit – damals ging das offenbar sogar in so einem kleinen Ort noch – immerhin so viel Geld verdient, dass er sich ein Haus bauen konnte“. Das verschmitzte Grinsen das er dabei zeigt, lässt zwar gelinde Zweifel am Wahrheitsgehalt seiner nächsten Worte aufkommen, dennoch klingt es irgendwie glaubwürdig, wenn Dieter Brockmann ankündigt, er werde nun seine Haare bis zum Handwerkertag am 30. Juni wachsen lassen, um sie sich dann in eben dieser Frisierstube „als deren erster Kunde schneiden zu lassen“.


Anmeldungen zu Besuchen und Führungen außerhalb der regulären Öffnungszeiten des Museums werden unter der Rufnummer 05155/69114 entgegengenommen.



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