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Emmerthaler Gemeinderat stimmt fast geschlossen für das Zehn-Millionen-Projekt

Neubau der Grundschule beschlossen

EMMERTHAL. Jetzt sind die Weichen für die Zukunft der Grundschule Kirchohsen und der Kindertagesstätte „Neue Straße“ gestellt: Nur der AfD-Ratsherr Hans-Dieter Reich stimmte in der Sonderratssitzung am Dienstagabend im Rathaus gegen das auf zehn Millionen Euro kalkulierte Projekt, dem nach langen intensiven Gesprächen mit der Verwaltung auch die CDU/ FWE-Gruppe zustimmte. Bürgermeister Andreas Grosmann sprach am Ende der Sitzung von einer Entscheidung, die auch von späteren Generationen noch als „zukunftsweisend“ bezeichnet werde.

veröffentlicht am 15.05.2019 um 17:47 Uhr
aktualisiert am 15.05.2019 um 21:00 Uhr

Die Elternvertreterin Maren George überreicht Bürgermeister Andreas Grossmann Listen mit 450 Unterschriften, mit denen der Neubau der Grundschule Kirchohsen unterstützt wird. Foto: wft
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Wolfhard F. Truchseß Reporter
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„Es sind Entscheidungen, die langfristig für die Gemeinde positiv sind. Damit werden wir auch in Zukunft eine hohe Lebensqualität vor Ort haben“, bilanzierte Grossmann, der jetzt darauf hofft, dass das Baugebiet „Diestelfeld“ damit auch für junge Familien, vielleicht auch aus Hannover, interessant wird.

Einstimmig hatte bereits vor der Ratssitzung der Ausschuss für öffentliche Einrichtungen, Soziales und Kultur dem Rat empfohlen, dem Komplettabriss und Neubau des gesamten Gebäudebestandes der Grundschule, einschließlich der von der Kita „Neue Straße“ genutzten Räume zu beschließen und mit dem Landkreis Gespräche über die weiteren Planungen für ein gemeinsames Schulzentrum mit der Johann-Comenius-Schule aufzunehmen.

Vor Beginn der Ausschussberatungen hatte die Gemeindeelternrätin Maren George bereits den Neubau gefordert und eine Kernsanierung oder einen ebenfalls im Lauf der Beratungen erwogenen Teilneubau abgelehnt. „Wir stehen hinter der Entscheidung für einen Neubau der Grundschule Kirchohsen“, betonte Maren George im Namen der Elternschaft und übergab Grossmann eine Unterstützerliste mit 450 Unterschriften. „Wir stehen hier für ein Gemeinschaftsprojekt mit der Johann-Comenius-Schule. Für uns ist die Entscheidung zugunsten des Neubaus die einzige familienfreundliche Entscheidung.“

Dass die CDU/FWE-Gruppe jetzt der teureren Variante eines Neubaus die Zustimmung nicht mehr verweigere, begründete Rudolf Welzhofer (CDU) mit „gravierenden Schwachstellen“ im Südflügel der Schule, für dessen Erhaltung die Gruppe zunächst plädiert hatte. Auch Grossmann sprach von erheblichen Risiken, die die Gemeinde bei einer Sanierung eingegangen wäre. Dem gehe man jetzt aus dem Weg. Auch die Forderung der Gruppe, die Baukosten mit zehn Millionen Euro zu deckeln, war am Ende vom Tisch, weil der Preis erst klar sein wird, wenn die Ausschreibung erfolgt ist und der Rat dann erneut zu beschließen hat.

Die Kritik Welzhofers an fehlender Unterstützung durch den Landkreis wiesen Ruth Leunig und Grossmann zurück. Der Landkreis habe aus der früher bestehenden Kreisschulbaukasse noch nie Grundschulbauten mitfinanziert, betonte der Bürgermeister, schloss sich aber wie Ruth Leunig der Forderung Welzhofers an, dass Bund und Land die Kommunen bei solchen Projekten viel stärker finanziell unterstützen müssten.

Einstimmig verabschiedet wurde auch die Erweiterung der Kita „Distelflecken“ um zwei Gruppen, weil die Nachfrage nach U3- und Ü3-Betreuungsplätzen derzeit hoch ist. Das Projekt ist mit 1,2 Millionen Euro kalkuliert. Durch Landes- und Landkreiszuschüsse werden dazu Einnahmen von rund 500 000 Euro erwartet. Die Erweiterung war bereits bei der Eröffnung der Kita im Jahr 1997 ins Auge gefasst worden.



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