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Günzel: Schließung des Dorfgemeinschaftsraums nicht erforderlich

Nach Schimmelbefall: Gutachter geben Entwarnung

AMELGATZEN/WELSEDE. Noch lief unüberhörbar das Trocknungsgerät, als der Ortsrat Amelgatzen im Welseder Dorfgemeinschaftsraum tagte. Allerdings, so hieß es in einem Gutachten zu dem festgestellten Schimmelbefall: Eine Gefährdung für die Gesundheit sei durch den Schimmel nicht ausgegangen.

veröffentlicht am 05.11.2017 um 16:08 Uhr

Die Gemeindeverwaltung sicherte durch ein Gutachten ab, dass der Dorfgemeinschaftsraum in Welsede genutzt werden kann. Auch der Ortsrat tagte in dem Raum. Foto: br
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Burkhard Reimer Reporter
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Er sei dazu aufgefordert worden, doch genauer auf die Einhaltung der Sitzungsordnung zu achten, erklärte Helmut Brinkmann während der jüngsten Zusammenkunft des Ortsrats Amelgatzen im Rahmen seines „Berichts des Ortsbürgermeisters“ und fügte hinzu: „Ich werde das heute Abend mal versuchen.“

Und so geschah es tatsächlich: Die Mitglieder des Ortsrats durften sich nur streng nach der Reihenfolge ihrer Wortmeldungen äußern, und die Zuhörer aus der Bürgerschaft mussten jeweils abwarten, bis Brinkmann die Sitzung eigens zu dem Zweck unterbrochen hatte, ehe sie ihr Anliegen beziehungsweise ihre Meinung vortragen durften.

Ortsrat wie Publikum fügten sich höchst diszipliniert in diese Ordnung, derweil den Tagungsort, den Dorfgemeinschaftsraum im Feuerwehrhaus Welsede, ein ununterbrochenes, deutlich hörbares Summen erfüllte.

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Es war das Geräusch eines Trocknungsgeräts, das dort nach wir vor seine Arbeit verrichtet. Immerhin aber dürfte der Schimmelbefall im Kellergeschoss des Gebäudes, in dem sich auch der Gemeinschaftsraum befindet, inzwischen weitgehend beseitigt sein. Jedenfalls so weit, dass, wie Erster Gemeinderat Elmar Günzel unter „Sachstandsbericht Dorfgemeinschaftsraum Welsede“ ausführte, die Gefahr einer gesundheitlichen Beeinträchtigung „nicht so groß ist, dass eine sofortige Schließung erforderlich wäre“. Das jedenfalls sei die Schlussfolgerung in einem eigens eingeholten Gutachten.

So ganz ungefährlich sah das im ursprünglichen Zustand indes nicht aus, wie Bilder von mit Schwarzschimmel befallenen Wänden hinter einem Einbauschrank belegten, die Brinkmann den Ortsratsmitgliedern und dem Publikum zeigte. Inzwischen, so der Ortsbürgermeister, seien der Befall aber entfernt und der Schrank wieder eingebaut worden, der Trockenapparat solle aber vorläufig weiterhin in Betrieb bleiben. Zudem, fügte Günzel hinzu, werde im Gutachten vorgeschlagen, die vorhandenen Gipskartonwände vorsichtshalber ebenfalls auszubauen und zu reinigen beziehungsweise zu ersetzen.

Hervorgerufen worden sei das Ganze, so Elmar Günzel weiter, durch das Eindringen von Feuchtigkeit aufgrund mangelhafter Isolierung. Jedenfalls lasse eine Überprüfung der Kelleraußenwand darauf schließen. Zurzeit würden von der Verwaltung Angebote für weitere Sanierungsmaßnahmen eingeholt. „Aber“, schloss der Erste Gemeinderat, „solange der Püster läuft, kann uns nichts passieren“.

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