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Dagmar Brackhahn (SPD) fehlt Unterstützung in der Bevölkerung

Nach Querelen: Ortsbürgermeisterin tritt zurück

Dehmkerbrock. Zum Ende des vergangenen Jahres hat Dagmar Brackhahn (SPD) ihren Rücktritt als Ortsbürgermeisterin und Mitglied des Ortsrates der Ortschaft Dehmkerbrock erklärt und ihre mit den Ämtern verbundene ehrenamtliche Tätigkeit eingestellt. Was als Gerücht bereits seit Tagen in den Aerzener Bergdörfern die Runde machte, wurde jetzt auch auf Anfrage von Andreas Wittrock, Erster Gemeinderat des Fleckens Aerzen, offiziell bestätigt. Allerdings, darauf weist Witt-rock hin, ist die Ortschaft jetzt keinesfalls führungslos. „Zwar ist die Ortsbürgermeisterin zum Jahreswechsel zurückgetreten, der Rücktritt wird aber erst durch die Feststellung des Dehmkerbrocker Ortsrats im Rahmen der nächsten Ortsratssitzung offiziell wirksam. Solange bleibe sie rein rechtlich im Amt, kann sich aber von ihrem Stellvertreter Michael Dombrowski (Grüne) in ihrer Amtsausübung vertreten lassen“, erklärt Wittrock zur Rechtslage.

veröffentlicht am 15.01.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 01:21 Uhr

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Der Entscheidung Brackhahns, vom Amt als Ortsbürgermeisterin zurückzutreten, war jüngst öffentlich geäußerte Kritik der Bevölkerung an der offensichtlich nicht vorhandenen Zusammenarbeit mit dem Ortsrat vorausgegangen. Schon ihre Wahl zur Ortsbürgermeisterin im November 2011 gipfelte in einem öffentlichen Eklat. Damals verließen die zahlreich erschienenen Bürger aus Protest demonstrativ die Ortsratssitzung, weil die drei Mitglieder der Mehrheitsgruppe aus SPD und Grünen zuvor geschlossen für ihre gemeinsame Kandidatin votiert hatten. Damit hatten sie den Vorschlag der Wählergemeinschaft, Renate Gebauer (WGD) aufgrund ihres überwältigenden Anteils von 253 Stimmen bei der Ortsratswahl zur Ortsbürgermeisterin zu wählen, nicht berücksichtigt. Lediglich 66 Einwohner hatten bei der Kommunalwahl Dagmar Brackhahn ihr Vertrauen ausgesprochen (wir berichteten).

Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Aerzen, Heinz-Helmuth Puls, machte auf Anfrage noch einmal ausdrücklich deutlich, dass nicht die Bürger und Bürgerinnen, sondern der Ortsrat den Ortsbürgermeister oder die Ortsbürgermeisterin wählt. „Die SPD-Grünen-Gruppe konnte bei der Kommunalwahl 2011 in der Ortschaft Dehm-kerbrock zusammen die Mehrheit der Stimmen auf sich vereinigen, insgesamt drei Vertreter in den fünfköpfigen Ortsrat entsenden und aufgrund des Mehrheitsverhältnisses die Ortsbürgermeisterin stellen“, verteidigt er das Vorgehen. Der SPD-Ortsverein Aerzen sei überaus traurig, dass Dagmar Brackhahn nicht die Unterstützung aus der Bevölkerung bekommen habe, obwohl sie sehr motiviert gestartet sei, bedauert Puls. Im Ortsrat werden sich die Mehrheitsverhältnisse auch mit dem Ausscheiden der Ortsbürgermeisterin nicht ändern. Für Dagmar Brackhahn wird Dietmar Weißweber aus Dehmke in den Ortsrat nachrücken. „Er steht allerdings nicht für das Amt des Ortsbürgermeisters zur Verfügung, das hat er von Anfang an gesagt und deshalb stand auch Frau Brackhahn an erster Stelle unserer Wahl-Liste“, teilt Puls weiter mit und bedankt sich im Namen des SPD-Ortsvereins Aerzen bei Dagmar Brackhahn für die geleistete ehrenamtliche Arbeit und wünscht ihr alles Gute für die Zukunft.

Noch gibt es keinen konkreten Termin für eine Sitzung des Ortsrates Dehmkerbrock. Sobald Ortsratsmitglied Willibald Brennecke von der Kur zurück sei, werde sich die Gruppe zusammensetzen, um das weitere Vorgehen zu besprechen, heißt es diesbezüglich. Für eine persönliche Stellungnahme war Dagmar Brackhahn nicht zu erreichen. sbr



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