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Ortsbürgermeister: Täter dingfest gemacht / Polizei: Keine Festnahme

Nach Gewalttat: Politiker nennt schon Details

EMMERTHAL. Gab es nach der Gewalttat in Emmerthal, die weit über die Gemeinde hinaus für Empörung sorgte, schon Festnahmen? Zumindest gibt es nun Rätselraten nach dem Polizei-Dementi. Zuvor hatte Ortsbürgermeister Rudolf Welzhofer berichtet, die Täter seien dingfest gemacht worden.

veröffentlicht am 23.08.2017 um 17:19 Uhr

Symbolbild: dpa
Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Ortsbürgermeister Rudolf Welzhofer vermeldete am Dienstag mit verlässlich klingenden Details den Ermittlungserfolg, dass die drei Täter „dingfest gemacht werden“ konnten, die einem Emmerthaler am Donnerstag mit Gewalt das Fahrrad geraubt hatten. Wegen des möglichen Migrationshintergrundes der Täter forderte der Politiker: „Wer sich hier strafbar macht, muss rechtsstaatlich zur Verantwortung gezogen werden – und das unabhängig von der Nationalität.“ Und wer sein Gastrecht in Deutschland eindeutig missbrauche, „hat sein Aufenthaltsrecht in unserem Staat verwirkt“, sagte der Christdemokrat, der die Arbeit der Polizei in diesem Fall „als vorbildlich bezeichnet“.

Allerdings: Welzhofer bringt mit seiner Erklärung im Ortsrat die Beamten in Erklärungsnot. „Es gibt einen Tatverdacht“, sagte gestern Oberkommissar Jens Petersen. „Aber noch keine Festnahme.“ Nähere Informationen wolle die Polizei aus kriminaltaktischen Gründen nicht nennen. Petersen: „Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.“ Die Informationen aus der Quelle von Welzhofer klingen nicht nur sehr detailliert, sondern auch nachvollziehbar. Der Haupttäter, der sein 25-jähriges Opfer niedergeschlagen hatte, so dass er ins Krankenhaus eingeliefert werden musste, sei ein „seit Jahren der Polizei bekannter Straftäter mit Migrationshintergrund aus einem Balkanstaat“, will der Ortsbürgermeister erfahren haben. Bei den beiden anderen Tätern handele es sich offensichtlich um in Emmerthal gemeldete Jugendliche mit Migrationshintergrund aus Nahoststaaten. Er fordere keine Änderung oder Verschärfung des Strafrechtes, aber sehr wohl die konsequente Anwendung der möglichen Strafen, insbesondere bei Wiederholungstätern. Wie berichtet, hatte sich die Tat im Kernort vor einem Verbrauchermarkt ereignet. „Es ist untragbar, wenn hier an zentralen Stellen unserer Ortschaft solche Straftaten erfolgen“, sagte der Ratsherr. Mit der Situation müssten sich die politischen Gremien der Gemeinde befassen. Welzhofer über die Situation des Opfers: „Unser junger Mitbürger leidet unter den Folgen der Verletzungen und auch unter der psychischen Belastung des Überfalls.“



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