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Berglandtheater Dehmkerbrock feiert am Samstag Premiere / Verein bietet mehr als nur Aufführungen

Nach der Spielzeit bleibt keine Zeit für Ruhe

Dehmkerbrock. 60 Jahre und kein bisschen leise… So kommt es daher, das „Berglandtheater Dehmkerbrock“. Mit 130 Mitgliedern einer der großen unter den heimischen Schauspielvereinen und zudem mit einer langen Tradition, wie die 1. Vorsitzende Andrea Krüger zu berichten weiß. „Wenn man in unsere Vereinsgeschichte schaut, kann man lesen, welch reges Vereinsleben hier kurz schon nach dem Krieg begonnen hat.“

veröffentlicht am 18.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 09:21 Uhr

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Autor:

Andrea Gerstenberger
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Und so steht denn in der Chronik: „Im Jahr 1949, nur fünf Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg, in einer Zeit, als die Bevölkerung der Dörfer unserer Gegend wegen der vielen Vertriebenen und Flüchtlingen aus dem Osten auf mehr als das Doppelte angewachsen war, fanden sich einige Bewohner der kleinen Berggemeinde Dehmkerbrock zusammen, um dem Dorfleben in dieser entbehrungsreichen Zeit etwas Freude und Ablenkung von den vielfach schweren und beengten Lebensumständen zu bringen.“

Beengt und schwer sind die Lebensumstände zwar nicht mehr, aber Freude und Ablenkung tun auch heute noch gut. Und dafür stehen ab Samstag wieder die Aufführungen des Berglandtheaters im Dorfgemeinschaftshaus auf dem Programm der Dorfgemeinschaft, die sich zu dem Anlass auch immer über viele Besucher aus der Umgebung freuen darf.

Stolz auf den

Nachwuchs

„Wie immer, spielen wir an einem Abend gleich mehrere Stücke für unsere Zuschauer. Der Bühnennachwuchs beginnt mit Sketchen, bevor die Jugendgruppe diesmal ,Der Überraschungsgast‘ gibt. Und die Erwachsenen haben sich für dieses Jahr ,Strandgeflüster‘ und das reine Damenstück ,Marie schmeißt den Laden‘ ausgesucht“, so Andrea Krüger, die im „Strandgeflüster“ selbst mit auf der Bühne stehen wird. „Auf unsere Nachwuchsschauspieler sind wir besonders stolz.“

Und das zu Recht, denn mit der Kinder- und Jugendgruppe, die mit derzeit fast 20 Mitgliedern beinahe genauso groß ist wie das Ensemble der Erwachsenen, hat die Bühne keine Nachwuchssorgen. Dort hat für die Sketche der Jüngsten, die in diesem Jahr „Opas Geburtstag“ und „Der Arztbesuch“ spielen, genauso wie für „Der Überraschungsgast“ der Jugendlichen, Ulrike Rhode die Spielleitung. Anders als bei den anderen heimischen Bühnen, hat auch das Erwachsenen-Ensemble keinen festen Regisseur. Dieses Jahr teilen sich für das „Strandgeflüster“ Laura Günzel und Elena Gebauer die Spielleitung, und bei „Marie schmeißt den Laden“ hat Uschi Langel-Köcher das Sagen.

Überhaupt ist bei den Dehmkerbrockern gezwungenermaßen Frauenpower angesagt, wie die Vorsitzende Andrea Krüger etwas bekümmert anmerkt. „An männlichen Mitstreitern hapert es zurzeit. Mit zwei Herren sind wir etwas unterbesetzt und könnten Verstärkung gebrauchen, aber beim Bühnennachwuchs sind vier Jungs dabei, das lässt wieder hoffen.“ Und so gibt es halt dieses Jahr eben ein Stück nur mit weiblichen Darstellern. „Frauen in Männerrollen musste es bei uns allerdings noch nicht geben, da fanden sich bisher immer passende Stücke für die gegebenen Besetzungsmöglichkeiten.“

Programm hält die Gemeinschaft zusammen

Was gespielt wird, danach sehen sich die Spielleiter im Sommer um. Im September gibt es dann ein Spielertreffen, wo abgesprochen wird, wer für welche Rolle zur Verfügung steht, und Ende November ist dann Probenbeginn. Einmal die Woche treffen sich die einzelnen Gruppen dann im Dorfgemeinschaftshaus, in der heißen Phase wird auch häufiger geprobt.

Ganz wichtige Personen hinter den Kulissen sind Friedhelm Dörriesfeld, Jens Rhode und Jörg Peschel. Sie sind für die Technik verantwortlich und ohne die geht heutzutage bekanntlich nichts. „Genauso wichtig für ein gutes Gelingen sind aber auch die vielen anderen Freiwilligen, die beim Aufbau und vor allem der Bewirtung unserer Gäste mithelfen“, weiß Helmut Gebauer, einer der beiden männlichen Schauspieler. „Wir wollen ja, dass sich unsere Zuschauer wohlfühlen, und so gibt es in den Umbaupausen zwischen den Stücken natürlich auch immer was zu essen und zu trinken.“

Aber nicht nur die gemeinsame Freude an der Schauspielerei und die Organisation der Aufführungen halten den großen Verein zusammen, wie Andrea Krüger ergänzt. „Wir machen jedes Jahr eine Herbst- und eine Winterwanderung und unsere Kinderweihnachtsfeier für alle aktiven und passiven Vereinsmitglieder. Die heißt so, weil dort schon die Allerkleinsten ab zwei Jahren auftreten. Mit den Kindern und Jugendlichen geht es übrigens auch jedes Jahr nach Osterwald zum Kinderstück der Freilichtbühne.“

Und auch so ganzandere Dinge stehen auf dem Jahresprogramm des „Berglandtheaters Dehmkerbrock“. Mit dem Frauenclub zusammen ist der Verein für die Organisation der Blutspendetermine im Dorf zuständig. Neben der Feuerwehr ist der Theaterverein damit und durch seine große Anzahl an Mitgliedern eine wichtige Institution im Gemeinwesen des Aerzener Bergdorfes.

Karten für die Aufführungen am 21., 22., 27. und 28. März können bei Anja Pischke unter Tel. 05158/ 1820 reserviert werden. Die Vorstellung am 29. März ist schon ausverkauft.

Elena Gebauer, Karin Dörjes und Helmut Gebauer haben Spaß bei den Proben für ihr neues Stück, das mit anderen Sketchen am Samstag erstmals aufgeführt wird.

Foto: ag



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