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Freie Fahrt auf der Bahnstrecke bei Amelgatzen

Nach Brücken-Sprengung: Züge rollen wieder

EMMERTHAL. Das war Maßarbeit auf der Großbaustelle Amelgatzen, um den engen Zeitplan einzuhalten. Seit dem frühen Montagmorgen verkehren wieder die S-Bahnen auf der Bahnstrecke zwischen Hameln und Bad Pyrmont. Zuvor war am Samstagnachmittag die marode Brücke gesprengt worden. Anschließend waren Fachfirmen im Dauereinsatz, um die Trümmer zu beseitigen.

veröffentlicht am 15.01.2018 um 11:51 Uhr
aktualisiert am 15.01.2018 um 17:52 Uhr

Die alte Brücke ist Vergangenheit, die Trümmer im Umfeld der Gleise sind entfernt – den Planungen entsprechend waren gestern die Züge wieder unterwegs. Foto: cb
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„Da haben alle sehr gut Hand in Hand zusammengearbeitet“, zog am Montag Markus Brockmann von der verantwortlichen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr Bilanz. Der Hamelner Geschäftsbereichsleiter war am Samstag selbst dreimal vor Ort in Amelgatzen, um sich ein Bild zu machen. Da seien ja schon viele beteiligt gewesen von Sprengfirma über Abbruchunternehmen bis hin zu Bahn und Sicherheitskräften mit Polizei, THW und Feuerwehr. „Das hat schon gut geklappt mit der Abstimmung“, sagt Brockmann.

Musik: Jahzzar "Car Crash" (cc)

In seiner Behörde diskutierten die beteiligten Mitarbeiter gestern besonders den Verlauf der Sprengung, die dem erst rund 60 Jahre alten Brückenbauwerk mehr als erwartet zugesetzt hatte. Das bestärkt die Verantwortlichen in ihrer Meinung, dass dafür die Materialschäden wesentliche Ursache seien. Schließlich sei der damals verwendete Spannstahl der Grund für den auf 3,7 Millionen Euro Kosten geschätzten Neubau. „Wir haben zum richtigen Zeitpunkt alles richtig entschieden“, bekräftigt Brockmann.

In der nächsten Zeit wird es in Amelgatzen weniger spektakulär – am Wochenende hatten zahlreiche Schaulustige die Bauarbeiten aus nächster Nähe beobachtet. „Als erst einmal langweilig“ aus Sicht der Beobachter beschreibt der Diplom-Ingenieur die bevorstehenden Schritte. Vor allem das Abbruchmaterial gelte es aufzubereiten.

Eng getakteter Zeitplan: Bereits am späten Sonntagnachmittag waren die Räumungsarbeiten weit vorangeschritten, bevor dann die Bahn die Oberleitung montieren konnte. Foto: leo
  • Eng getakteter Zeitplan: Bereits am späten Sonntagnachmittag waren die Räumungsarbeiten weit vorangeschritten, bevor dann die Bahn die Oberleitung montieren konnte. Foto: leo

Im April sehen die Planungen für ein Wochenende eine weitere Vollsperrung der Bahnstrecke vor. Dann soll das Traggerüst über die Bahntrasse gebaut werden, das für die Verschalung und Betonierung der neuen Brücke notwendig ist. In diesem Arbeitsschritt sollen auch die Widerlager und Pfeiler des Bauwerks hergerichtet werden.

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