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„Revitalisierungskonzept“ für 25 000 Euro

Museum Börry: Großer Plan mit Geld aus Brüssel?

BÖRRY / BAD PYRMONT. Als die Lokale Aktionsgruppe (LAG) der Leader-Region Östliches Weserbergland kürzlich im Bad Pyrmonter Rathaus beschloss, elf Projekte zur Förderung anzumelden, war auch eines in Börry darunter.

veröffentlicht am 14.03.2018 um 18:42 Uhr

25 000 Euro dürfte die Erstellung des Konzepts für Börrys „Museum für Landtechnik und Landarbeit“ kosten. Die Planer bauen darauf, dass die Europäische Union 55 Prozent der Konzept-Kosten übernimmt. Foto: Dana
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Nach Nägeln mit Köpfen klingt die Projektskizze allerdings noch nicht. Denn vor dem Beginn irgendwelcher greifbar praktischer Arbeiten am Museum für Landtechnik und Landarbeit steht die Theorie. In der Zeit zwischen Herbst 2018 und Sommer 2019 soll ein „Revitalisierungskonzept“ für das Museum erstellt werden. Das dürfte insgesamt 25 000 Euro kosten, schätzen die Berater der Sweco GmbH. 55 Prozent dieser Summe, also 13 750 Euro, soll laut Plan die EU beisteuern. Die restlichen 11 250 Euro zur Finanzierung des Konzepts wird die Gemeinde Emmerthal zahlen müssen. Als beteiligter Partner der Kommune ist laut Projektskizze der Förderverein des Museums mit im Boot.

Darüber, ob das Konzept erstellt werden kann, hat das Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser in Hildesheim zu entscheiden. Die Behörde ist die Instanz, die prüft, ob ein Projekt ins Leader-Raster passt. Das EU-Förderprogramm zielt bekanntlich darauf ab, in ländlichen Gebieten eine eigenständige Regionalentwicklung auf der Basis freiwilliger kommunaler Zusammenschlüsse zu unterstützen.

Die Projektskizze hat die Sweco GmbH erarbeitet. Sie ist ein Ableger des börsennotierten größten Ingenieur- und Architekturdienstleisters Europas mit 14 500 Beratern. Für die hiesige Leader-Region besorgt die Sweco GmbH bis 2020 das Regionalmanagement.

In ihrer Projektskizze des Konzepts für Börrys Museum listen die Berater die in solchen Fällen üblichen Schlagworte im üblichen Jargon auf. Dazu zählen eine Potenzialanalyse, die Betrachtung verschiedener Entwicklungsoptionen, die Ausarbeitung eines Strategiekonzepts inklusive Handlungsempfehlungen auch zur Einbindung in die regionale Tourismusentwicklung. Denn, so funktionieren die Spielregeln der Förderung durch die Europäische Union: Jedes Dorf-Projekt muss sich in einen großen Plan fügen. Ohne eine solche Einbindung hätte selbst die beste Einzelidee kaum eine Chance auf Zuschüsse aus Brüssel.

Einige handfest klingende Komponenten soll das Konzept aber ebenfalls enthalten. So sollen die Berater, die – wenn die Hildesheimer das Projekt absegnen – von der Gemeinde Emmerthal mit der Erstellung zu beauftragen sein werden, auch die Kosten für Sanierungsarbeiten ermitteln, die auf dem Gelände anfallen. Ein Wärmeversorgungskonzept sowie ein museumspädagogisches Konzept könnten zudem Teile des „Revitalisierungskonzepts“ sein. Das wiederum soll dazu dienen, „eine Planungs- und Entscheidungsgrundlage für die Umsetzung zukünftiger investiver Maßnahmen zu erhalten“. (jl)

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