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Ortsrat besichtigt die schmale Straße / „Endlich handeln und der Verwaltung klare Fakten auf den Tisch legen“

Multhöpener Buschweg – Ärgernis für die Dorfbewohner

Multhöpen (gm). „Die Problematik hier oben ist schon lange bekannt und wurde bereits mehrfach angesprochen“ sagte Dehmkerbrocks Ortsbürgermeister Rudi Sonnemann (FDP). „Jetzt müssen wir endlich handeln und der Verwaltung klare Fakten auf den Tisch legen“, verkündete der Liberale während einer Ortsbesichtigung des Multhöpener Buschweges.

veröffentlicht am 08.02.2009 um 17:54 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 12:21 Uhr

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Öffis fahren fünf Mal

täglich durch den Weg

Der Buschweg, der durch eine rechtsseitige Verrohrung des Grabens und anschließender Asphaltierung um mindestens einen Meter verbreitert werden könnte, erweist sich seit vielen Jahren als Verkehrshindernis.

Innerhalb der Woche befahren die Öffis mit ihrer Linie 37 den Buschweg fünf Mal täglich. Wenn den Linienbusfahrern ein Auto entgegenkommt, muss einer rückwärts bis mindestens zur nächsten Hofeinfahrt fahren. „Aber die Busfahrer fahren niemals rückwärts“, informiert Anwohner Reinhard Kammann. Richtig problematisch wird es, wenn Landwirt Heinrich Wallbaum mit seinen landwirtschaftlichen Maschinen auf einen entgegenkommenden Bus trifft. „Wenn ich solo fahre, kann ich auf unbefestigte Randstreifen oder einen Teil des Grabens ausweichen“, berichtet Wallbaum. „Aber mit tonnenschweren Anhängern oder großen Arbeitsmaschinen im Schlepp“ bekomme selbst der erfahrene Schwerlastfahrzeugführer Schweißperlen auf der Stirn.

Selbst ein Aufeinandertreffen von zwei entgegenkommenden Autos bedeutet für Fahranfänger und ältere Kraftfahrer schon eine Herausforderung. „Im Dorf kennt man sich, befährt diese Straße sowieso nur im Schneckentempo und nimmt untereinander Rücksicht“, weiß der stellvertretende Ortsbürgermeister Willibald Brennecke. „Aber die zahlreichen Berufspendler und mittlerweile auch etliche Lastkraftwagen, die hier ohne Rücksicht durchdonnern, um auf kurzen Wegen zur Landesstraße 432 zu gelangen, machen den Anwohnern das Leben schwer“, ärgert sich Brennecke.

Ortsbürgermeister Rudi Sonnemann verdeutlichte: „Fast 15 Kinder müssen hier jeden Morgen über den Buschweg zur Bushaltestelle marschieren.“ Der fehlende Fußweg sowie die nicht ausreichende Fahrbahnbreite machen den Multhöpenern aufgrund des zunehmenden Verkehrs das Leben immer schwerer.

„Vielleicht sollten wir unsere Autos über einen längeren Zeitraum auf der Straße parken“, regte Reinhard Kammann an. „Dann müssen zwangsläufig alle langsam fahren.“ Anwohner Wilhelm Wehrmann sprach sich für eine Einbahnstraßenregelung (von der Mühle aus ortsabwärts) mit verkehrsberuhigter Zone aus.

Wie der Ortsrat nun seinen schriftlichen Antrag an die Aerzener Verwaltung formulieren wird, bleibt abzuwarten. Ortsbürgermeister Rudi Sonnemann plädierte nach intensiver Rücksprache mit seinen Ortsratsmitgliedern für eine Straßenerweiterung einschließlich Einbahnstraßenregelung. „Das wäre natürlich für alle Beteiligten die beste Lösung“, meinte Wilhelm Wehrmann.

Einen weiteren Gefahrenschwerpunkt stellt die vierspurige Kreuzung unterhalb des abschüssigen Buschweges dar. Bushaltestelle und Buswartehäuschen liegen circa 100 Meter Luftlinie voneinander entfernt und sind nur über die stark frequentierte Kreuzung erreichbar.

Schon für zwei entgegenkommende Autos ist die Fahrbahn am Buschweg zu eng.

Foto: gm



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