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Nachricht überrascht Gemeinde und Grohnder Eltern: Jürgen Warnecke ist als Rektor von Holtensen im Gespräch

Möglicher Schulleiter-Wechsel sorgt für neue Unruhe

Grohnde (cb). Dass die Grohnder sich noch für die Zukunft ihrer Grundschule einsetzen, das verwunderte nach dem Bericht gestern ausgerechnet Eltern im Hamelner Ortsteil Holtensen: Dort war der Schulelternrat darüber informiert worden, dass der Grohnder Schulleiter Jürgen Warnecke nach den Sommerferien für die Rektorenstelle in Holtensen im Gespräch ist. „Damit ist die Schließung doch beschlossene Sache“, mutmaßte die Mutter aus dem Hamelner Ortsteil. Während die Wechselpläne des Schulleiters gestern zwar offiziell bestätigt wurden, hieß es aber auf der anderen Seite auch: Die Zukunft der Schule in dem Weserdorf ist davon nicht unmittelbar betroffen.

veröffentlicht am 03.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 10:41 Uhr

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Die Personalie bestätigte Reiner Langeheine von der Außenstelle der Landesschulbehörde in Holzminden, der der Grundschule Sünteltal in Holtensen den Vorschlag unterbreitet hatte. „Sachlich spricht nichts gegen den Wechsel“, meinte er zum derzeitigen Verfahrensstand, der noch nicht endgültig sei. „Die Entscheidung liegt jetzt bei der Landesschulbehörde in Lüneburg.“

„Sehr überrascht“ zeigte sich von der Nachricht Bürgermeister Andreas Grossmann als Vertreter der Gemeinde Emmerthal, die Schulträgerin ist. Er bekräftigte, dass der mögliche Abschied von Warnecke aber nicht im Zusammenhang mit möglichen Schließungsplänen stehe. „Der Wechsel kann die Entscheidung nicht beschleunigen“, sagte er. Außerdem seien die notwendigen Verfahrensschritte nach dem niedersächsischen Schulgesetz zur möglichen Schließung der Schule in Grohnde noch nicht eingeleitet. Eine Elterninformation sei dazu voraussichtlich im April geplant. Unter den derzeitigen Gegebenheiten, so betonte der Bürgermeister, sei „die Landesschulbehörde in der Pflicht, die Stelle der Schulleitung wieder auszuschreiben“.

„Die Schule hängt nicht an meiner Person“, sagte auf Nachfrage auch Jürgen Warnecke, der gestern nun von der schnellen Entwicklung selbst eingeholt worden ist. „Ich hätte die Eltern lieber selbst darüber informiert“, bedauerte der Schulleiter, der eigentlich erst eine schriftliche Nachricht habe abwarten wollen. Zumindest habe er gestern noch sein Kollegium informieren können und versucht, die Elternratsvorsitzende zu unterrichten. Er sei zwar gerne in Grohnde, so der Pädagoge, der seit 1986 als Schulleiter in dem Weserdorf tätig ist. Allerdings habe er wegen der unsicheren Zukunft der Schule reagieren wollen, zum anderen sehe er in der etwas größeren Einrichtung in Holtensen nun noch einmal „einen neuen Ansporn“, so der 58-jährige Warnecke.

Aktuell werden in Grohnde 57 Schüler unterrichtet, wobei die erste und zweite Klasse zu einer Stufe zusammengefasst sind. Die Anmeldungen gehen kontinuierlich zurück. Im Jahr 2011 werden voraussichtlich nur drei oder vier Kinder eingeschult. Deshalb waren die Schließungspläne ins Gespräch gekommen.

„Das ist ein

schlechtes Zeichen“

Dennoch bekräftigte Maren Stelzer-Metje als Vorsitzende des Grohnder Elternrates und des Gemeindeelternrates gestern erneut, dass „die Schule wie die Kirche ins Dorf gehört“. Sie zeigte sich ebenfalls überrascht von der jüngsten Entwicklung. „Das ist ein schlechtes Zeichen“, meinte die Vorsitzende über die Pläne des Rektors, Grohnde eventuell zu verlassen. Sie sorgt sich darum, dass die Schulleiterstelle nun höchstens noch kommissarisch besetzt werde. „Dadurch wird es nicht einfacher“, befürchtet Maren Stelzer-Metje.

Als Rektor der Grundschule Sünteltal im Hamelner Ortsteil Holtensen im Gespräch: der Grohnder Schulleiter Jürgen Warnecke. Diese Nachricht – die offizielle Entscheidung der Landesschulbehörde steht noch aus – überraschte gestern die Emmerthaler.

Foto: Wal



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