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Bürgermeister wirbt bei McAllister für Bildungshaus-Konzept

Modellprojekt des Landes? Emmerthal ist schon weiter

Emmerthal (cb). Will sich die Gemeinde Lengede im Landkreis Peine an die Spitze der Bildungshauskonzept-Bewegung setzen? Auf der Homepage des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes zumindest vermittelt der Lengeder Bürgermeister in einem Beitrag den Eindruck. Nachdem Ministerpräsident McAllister zu Überlegungen gesprochen hatte, ein Modell prüfen zu lassen, Kindergärten und Grundschulen zusammenzulegen, meldete sich der Gemeindevertreter zu Wort. „Eine interessante Idee“, sagt Bürgermeister Hans-Hermann Baas. Die Gemeinde habe deshalb den Ministerpräsidenten angeschrieben. „Vielleicht ist so eine Erprobung auch für Lengede erstrebenswert.“ Erprobung? Ähnliches gibt es in der Gemeinde Emmerthal. Und deshalb bekam McAllister auch Post von Bürgermeister Andreas Grossmann. „Zu Ihrer Information kann ich Ihnen mitteilen, dass wir in Emmerthal bereits an der Umsetzung eines entsprechenden Projektes arbeiten“, schreibt der Sozialdemokrat dem CDU-Ministerpräsidenten – und lädt ihn gleichzeitig nach Emmerthal ein, um ihm vor Ort das Modell vorzustellen.

veröffentlicht am 20.08.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 07:41 Uhr

Bereits weit vorangeschritten ist das Bildungshaus-Konzept in Kirchohsen, hier während der Bauarbeiten für den Verbindungsgang z
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In seinem Schreiben bezieht sich Grossmann auf Pressemeldungen im Juli, dass McAllister eine engere Verzahnung von Kindertagesstätten und Grundschulen in einem Modellversuch erproben wolle. Obwohl dies in Emmerthal bereits geschehe und dabei die Einrichtungen auch pädagogisch verzahnt werden sollten, habe die Gemeinde bislang eine Unterstützung aus Hannover vermisst. Sie hatte sich nämlich Fördergelder vom Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung erwünscht, verweist Grossmann auf einen entsprechenden Antrag. Der aber sei vor einem Jahr abgelehnt worden, obwohl im Vorfeld „von vielen Fachleuten bescheinigt wurde, dass wir uns hier mit einem sehr zukunftsfähigen Konzept beschäftigen würden“. Nachvollziehbar hält Grossmann dabei das Argument, dass das Kultusministerium zu spät einbezogen worden sei, nicht aber den weiteren Grund: Das Emmerthaler Projekt werde als nicht innovativ genug eingeschätzt. Das „hat uns erstaunt und enttäuscht“, schreibt der Bürgermeister dem Ministerpräsidenten. Dass McAllister nun selbst dieses Modell vorgeschlagen hat, nimmt Grossmann zum Anlass, erneut um Geld aus den Töpfen des Institutes des werben, denn, so verweist er auf das bereits bestehende Bildungshaus in Kirchohsen: „Wir ziehen das Projekt mit einem hohen Engagement der pädagogischen Fachkräfte und externer Begleitung durch.“

Gleichzeitig warb der Bürgermeister um finanzielle Unterstützung für das geplante Bildungshaus in Börry, wo der nächste Schritt nach Schließung der Kindertagesstätten Hajen und Esperde geplant sei. Die Kosten für die Umbauten seien aufgrund von Altlasten und notwendiger Brandschutzmaßnahmen von 700 000 auf etwa 1,9 Millionen Euro gestiegen. Grossmann schrieb dem Ministerpräsidenten deshalb im vergangenen Monat, dafür Geld aus dem Städtebauförderprogramm beantragt zu haben. „Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn unser Antrag durch ein positives Votum Ihrerseits Unterstützung finden könnte“, lautete die Bitte an McAllister. Eine Antwort des Ministerpräsidenten steht zwar aus, doch, immerhin: Wie gestern berichtet, bewilligte das zuständige Ministerium für das Bildungshaus Börry einen sechsstelligen Betrag.



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