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Gemeinde will Interesse in Emmerthal ausloten / Erste Gespräche mit Trägerverein in Coppenbrügge

Mitstreiter für Bürgerbus gesucht

EMMERTHAL. Hinter den Kulissen laufen bereits die ersten Gespräche, um ein Bürgerbus-Projekt im Bereich der Gemeinde Emmerthal zu prüfen. Nun soll zunächst das Interesse vor Ort ausgelotet werden mit dem Ziel, einen dafür notwendigen Trägerverein zu gründen. Und auch Verantwortung zu übernehmen – ob im Vorstand, aber besonders als Busfahrer.

veröffentlicht am 22.06.2017 um 18:12 Uhr

Die Gemeinde Emmerthal prüft, ob ein Bürgerbus-Projekt wie in Bad Münder und Coppenbrügge realisiert werden kann. Foto: bdi/pr
Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Der Appell von Bürgermeister Andreas Grossmann: Wenn es Interessenten geben würde, wäre jetzt der geeignete Zeitpunkt. „Bitte melden“, heißt es aus dem Rathaus.

Die Rolle der Verwaltung sieht er dabei ähnlich wie beim Dorfladen Grohnde, bei dem die Vorbereitungen unterstützt worden seien. „Ich bin gerne bereit, den Weg zu begleiten“, sagt Grossmann zu einer ähnlichen Phase für den Bürgerbus, für den dann ebenfalls Privatinitiative gefragt sei. Mit Rat und Tat zur Seite stehen, Türen zu verantwortlichen Stellen öffnen, bei Förderkonzepten helfen – darin sehe er die begleitenden Aufgaben der Verwaltung, erklärte der Bürgermeister auf Nachfrage.

Details der Gespräche hatte Erster Gemeinderat Elmar Günzel kürzlich mit einem ähnlichen Aufruf im zuständigen Fachausschuss des Rates vorgestellt. Dazu waren neben Günzel noch der Bürgermeister sowie als Vertreter der Politik Rudolf Welzhofer (CDU) und Ruth Leunig (SPD) in Coppenbrügge, wo der erste Bürgerbus-Verein im Landkreis an den Start gegangen war und im Juli 2014 den Betrieb aufnahm. „Durch die guten Passagierzahlen, die dreimal so hoch sind, wie am Anfang prognostiziert wurde, ist der Bürgerbus zu einem hochwillkommenen, ergänzenden Transportmittel für Schüler, Rentner, Kinder, Bahnfahrgäste, Einkäufer, Auszubildende und Sportler in unserer Gemeinde geworden“, heißt es in der jüngsten Eigendarstellung des Vereins auf seiner Internetseite. Im vergangenen Jahr nutzten 7467 Fahrgäste das Angebot auf verschiedenen Buslinien. Vertreter des Vereins und Bürgermeister Hans-Ulrich Peschka informierten die Emmerthaler, die nun das Coppenbrügger Modell als ein Vorbild sehen. Alles steht und fällt mit den Einwohnern, wie Günzel aus dem Treffen zitierte. 20 bis 25 Busfahrer sollten es mindestens sein, hinzu komme ein Fahrdienstleiter. Und: Der Vorstand habe durch die Vermögenswerte mehr zu verwalten als viele andere Vereine. 10 000 Euro Startkapital (Günzel: Allein nur für die notwendigen Formalitäten) und eine ausreichende Nachfrage, die mindestens 300 Personen monatlich bedeute, die den Bus in Anspruch nehmen wollten, seien wesentliche Voraussetzungen.

Ganz bei null muss die Gemeinde Emmerthal nicht beginnen. Sie hatte bereits Ende 2002 den Marktbus initiiert. Immer freitags ist der Kleinbus beiderseits der Weser unterwegs, um die Dörfer anzusteuern und besonders älteren Einwohnern den Einkauf auf dem Wochenmarkt im Kernort zu ermöglichen.

Im März hatte dann die Emmerthaler SPD zu einem Informationsabend eingeladen, um das mögliche Interesse für einen Bürgerbus im Gemeindegebiet auszuloten. Die Resonanz war mit einem Dutzend Einwohnern aber vergleichsweise gering.



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