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Was bringt Zugehörigkeit zum Zweckverband Westliches Weserbergland?

Mitgliedschaft auf dem Prüfstand

AERZEN. Im Haushaltsplanentwurf des Flecken Aerzen stehen zurzeit eine Menge Posten zur Disposition. Derzeit fragt die Politik: Was bringt Zugehörigkeit zum Zweckverband Westliches Weserbergland?

veröffentlicht am 10.12.2017 um 17:25 Uhr

Vor dem Rathaus wirbt Aerzen derzeit mit seiner Zugehörigkeit zum Zweckverband Touristikzentrum Westliches Weserbergland. Fotos sbr
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Autor

Sabine Brakhan Reporterin
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Die Mitglieder des Finanzausschusses im Rat des Flecken Aerzen taten sich darum auch ausgesprochen schwer, den Empfehlungsbeschluss zur Betrauung des Zweckverbandes Touristikzentrum Westliches Weserbergland mit der Erbringung von Dienstleistungen, die im allgemeinen wirtschaftlichen Interesse für seine Mitgliedskommunen sind, knapp mit vier Ja-Stimmen bei drei Enthaltungen zu befürworten.

Seit dem Beitritt des Fleckens Aerzen zum Zweckverband vor sechs Jahren kostet die Mitgliedschaft die Kommune Jahr für Jahr einen fünfstelligen Eurobetrag. „Der Betrauungsakt ist infolge der Neustrukturierung des Zweckverbands notwendig und auf einen Zeitraum von zehn Jahren festgelegt“, erklärt Aerzens Bürgermeister Bernhard Wagner und betont auf Nachfrage aus der Politik, dass damit nicht automatisch auch eine weitere Mitgliedschaft auf zehn Jahre festgeschrieben ist. Der Flecken Aerzen zahlt jedes Jahr 10 000 Euro Verlustausgleich in Form des Mitgliedsbeitrags an den Tourismusverband Westliches Weserbergland. „Dieser Beitrag hat sich im Laufe der Jahre weder erhöht noch verringert“, erläutert Bernhard Wagner weiter. In Zeiten, in denen unter anderem bei der Unterhaltung von Straßen, Land- und Forstwegen, Grünflächen und Spielplätzen gestrichen und gespart wird, eine nicht unerhebliche freiwillige Leistung der Kommune, wie der CDU-FraktionsvorsitzendeFriedel-Curt Redeker bemerkt. Seit sechs Jahren fordert die Kommunalpolitik nun bereits vergebens von der Verwaltung, einen Bericht über die Arbeit des Zweckverbandes speziell in Hinblick auf den Flecken Aerzen abzugeben, erinnert der Christdemokrat. Auch von Seiten der SPD-Fraktion wird die Forderung Redekers nach einer ausführlichen Berichterstattung über die geleistete Arbeit des Zweckverbandes Touristikzentrum Westliches Weserbergland unterstützt. „Was tut sich da?“ stellte auch Günter Hellmich (SPD) die Frage vor dem Hintergrund, dass bei dem von Radio aktiv kürzlich durchgeführten Test der digitalen Tourismusberatung mit der GeTour in Bad Münder, die als „Östliches Weserbergland“ die Beratung und Vermarktung für die Stadt Bad Münder, den Flecken Coppenbrügge sowie die Gemeinde Salzhemmendorf durchführt, ein heimischer Verband negativ aufgefallen war.

Auch Aerzener Ratsmitglieder nehmen an den regelmäßig stattfindenden Sitzungen des Zweckverbands teil. Allerdings sei bisher versäumt worden, diese während einer entsprechenden Ausschusssitzung über die Arbeit des Zweckverbands berichten zu lassen, räumt der Bürgermeister auf Nachfrage ein. Ganz aktuell kann Bernhard Wagner aber auf ein laufendes Projekt im Flecken Aerzen verweisen. „Für die Hotelroute wurde ein neues Konzept erarbeitet. Zurzeit läuft die Umsetzung; und auch die Beschilderung soll in den kommenden Wochen neu installiert werden“, so der Bürgermeister.

Die zum Landkreis Schaumburg gehörende Gemeinde Auetal und die Stadt Rinteln sowie der zum Landkreis Hameln-Pyrmont gehörende Flecken Aerzen und die Stadt Hessisch Oldendorf nehmen die Aufgabe der Tourismusförderung gemeinsam wahr. Hierfür wurde 2011 der Zweckverband Touristikzentrum Westliches Weserbergland gegründet. Unter der touristischen Dachmarke Weserbergland sollen die unterschiedlichen Möglichkeiten des Gesamtraumes erschlossen, gebündelt, aufeinander abgestimmt und so entwickelt werden, dass die Erholungssuchenden schlüssige Gesamtkonzepte vorfinden, heißt es auf der Internetseite der Zweckverbandes. Und weiter: Die Aufgabe des Verbandes besteht in der Förderung des Tourismus in der Region durch die Erbringung touristischer Leistungen. Dazu zählen insbesondere die Mitarbeit bei der Schaffung und Verbesserung der touristischen Infrastruktur innerhalb des Verbandsgebietes, das Erstellen und Koordinieren von Angeboten zur Absatzförderung, Beratung, Verkauf und Vertrieb touristischer Angebote und Leistungen, Durchführung des gemeinsamen touristischen Marketings, Mitarbeit in touristischen Kooperationen, Zusammenarbeit mit Vereinen und Verbänden, Vertretung der Interessen des Tourismus in der Region.

Seit 2015 sind auch die Stadt Porta Westfalica und die Gemeinde Emmerthal Vollmitglied beim Zweckverband Touristikzentrum Westliches Weserbergland. Damit besteht die interkommunale touristische Zusammenarbeit mittlerweile aus sechs Städten und Gemeinden aus drei Landkreisen und zwei Bundesländern.



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