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Alles eine Frage der Organisation: Wie sich der Basar in Groß Berkel in 25 Jahren gewandelt hat

Mit Perfektion auf Wachstumskurs

GROSS BERKEL. Es war einmal die Idee, gut erhaltene Kleidung, günstig an andere Eltern weiterzugeben und sich im Gegenzug für den eigenen Nachwuchs mit nahezu neuwertiger Bekleidung der nächsten Größen auszustatten. Also wurde vor 25 Jahren der Groß Berkeler „Basar rund ums Kind“ ins Leben gerufen. 60 Helfer, 400 Kunden – ein Blick hinter die Kulissen einer perfekten Organisation im Wandel der Zeit.

veröffentlicht am 17.02.2019 um 15:01 Uhr

Kaum vorstellbare Mengen an Bekleidung und anderen Kindersachen: Gemütliches Stöbern zwischen den Kleiderständern. Foto: sbr
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Autor

Sabine Brakhan Reporterin
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„Schließlich sollen Besucher nicht nur auf der Suche nach Klamotten fündig werden“, erklärt Alexandra Röscher, die Organisatorin des Basars. Mittlerweile wird auf der Größe eines ganzen Fußballfeldes einfach alles angeboten, was eine Familie für ein Leben mit Kindern so gebrauchen kann – angefangen beim Kinderwagen über Spielzeug und Bekleidung bis hin zum Fahrrad. Und weil Kinder schnell wachsen und die Bekleidung jahreszeitlich sehr unterschiedlich ausfällt, findet der Basar regelmäßig zweimal im Jahr statt – und das seit nunmehr 25 Jahren.

Gewachsen ist auch der Erfolg der von einem ehrenamtlichen Team organisierten Verkaufsveranstaltung. Aus Platzgründen findet der weit über die Grenzen Groß Berkels bei Eltern beliebte Basar seit 2017 nicht mehr in der Turnhalle an der Grundschule, sondern in der Sporthalle an der Ostlandstraße statt. „Hier steht uns eine deutlich größere Fläche zur Verfügung. Das war früher manchmal schon beängstigend eng, vor allem beim ersten Ansturm. Pro Basar zählen wir etwa 400 Käufer“, berichtet die Groß Berkelerin. Sie ist in diese Aufgabe der Basar-Leitung hineingewachsen. Schon seit 15 Jahren ist Alexandra Röscher im Basarteam aktiv. Angefangen als Helferin, laufen seit fünf Jahr nun alle Organisations-Fäden bei ihr zusammen, ist sie der Kopf des Teams, in dem rund 60 überwiegend weibliche Helfer organisiert sind.

Es ist ein sogenannter Nummernbasar. 139 Verkaufsnummern gilt es im Vorfeld telefonisch an potenzielle Verkäufer auszugeben. „Die telefonische Nummernvergabe teilen uns mein Mann und ich“, berichtet die Mutter einer 17-jährigen Tochter. Und auch sonst hat die 43-Jährige in ihrem Mann Stefan eine große Unterstützung: Er betreut den professionellen Internetauftritt des Basars und das computergesteuerte Kassensystem. Aus heutiger Sicht betrachtet erscheinen die Anfänge vor 25 Jahren wie aus einer anderen Zeit. An Werbung über das Internet war vor einem Vierteljahrhundert nicht zu denken. Und auch die Abrechnung erfolgte zeit- und arbeitsaufwendig handschriftlich über Listen.

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Alexandra Röscher zeichnet seit fünf Jahren für den Groß Berkeler Basar „rund um’s Kind“ verantwortlich. Foto: sbr

Noch länger als Alexandra Röscher ist Marion Hampel im Helferteam aktiv. Sie ist eine der Mütter der ersten Stunde. „Die Rüschenkleidchen unserer Großen konnte ich meinen Jungs ja schlecht vererben“, berichtet sie. Ihre Kinder sind mit 28, 25 und 22 Jahren dem Basaralter längst entwachsen und trotzdem wird die Groß Berkelerin nicht müde, weiterhin regelmäßig mitzuhelfen. Warum? „Weil es in der tollen Truppe einfach Spaß macht“, erklärt sie „Dienstälteste“. Sie erinnert sich gut an die eine oder andere Panne bei den ersten Basaren. „Einmal brach bereits beim Aufbau ein Tapeziertisch unter der Last des kunstvoll aufgestapelten Spielzeugs zusammen und ein weiteres Mal gab ein altersschwacher Kleiderständer unter den vielen bunten Kinderjacken nach“, erzählt sie.

Im Laufe der Jahre ist die Ausstattung professioneller geworden. Mittlerweile wird nach und nach aus einem Teil des Basarerlöses neues Mobiliar gekauft und die in die Jahre gekommenen Tapezier- und ausgemusterten Schultische durch stabile und Platz sparend zusammenklappbare Bierzeltgarnituren ersetzt. Ein großer Teil des Erlöses kommt immer noch – auch beim 50. Basar – abwechselnd den Groß Berkeler Vereinen zugute.



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