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Dritter Versuch: Gemeinde erhofft sich Zuschüsse für das Dorfgemeinschaftshaus als „Integrationsprojekt“

Mit neuem Konzept zu Fördergeldern

EMMERTHAL. Ein verlockendes Förderprogramm, das bis zu 90 Prozent der Kosten Zuschüsse verspricht: Die Gemeinde Emmerthal hat ordentlich nachgebessert, um vom Land Geld für das Dorfgemeinschaftshaus Emmern zu bekommen. Im dritten Anlauf erarbeitete das Rathaus einen Antrag mit einem Umfang von knapp einer Million Euro. Neuer Versuch, neues Glück? Optimistisch zeigen sich die Verantwortlichen im Rathaus, weil sie Empfehlungen der Genehmigungsbehörde berücksichtigen. „Es gibt positive Signale“, sagte Emmerthals Finanzchef Olaf Schmidt über die Hoffnung, mit dem neuen Antrag zu Geldempfängern zu werden.

veröffentlicht am 05.12.2018 um 12:26 Uhr
aktualisiert am 05.12.2018 um 15:40 Uhr

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Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Im Förderprogramm geht es darum, besonders Projekte zu unterstützen, wenn „sie als Orte des sozialen Zusammenhalts erhalten oder ausgebaut werden“. Die Gemeinde verweist auf unterschiedliche Angebote von Kinderbetreuung über Jugendtreff bis hin zu Seniorenangeboten sowie Weiterbildung und kulturelle Veranstaltungen, die bestehen und zusätzlich geschaffen werden können. Bei dem Antrag geht es sowohl um die Sanierung des Gebäudes als auch um ein inhaltliches und personelles Konzept.

Derzeit sind bereits die Handwerksfirmen im Dorfgemeinschaftshaus tätig, um besonders die hohen Auflagen des Brandschutzes zu erfüllen. Das betrifft im Wesentlichen den Bereich der Kinderbetreuung, weil der Landkreis als verantwortliche Behörde keinen Aufschub mehr duldete. In den beiden früheren Anträgen an das Land für das knapp über 50 Jahre alte Gebäude mit dem großen Festsaal und weiteren Räumen ging es um Investitionen, das Haus zu modernisieren. Und: Bislang betrugen die Kosten gerade mal die Hälfte der nun geschätzten 970 000 Euro.

Architektin Katja Löneke, die derzeit die Bauarbeiten begleitet, begründete die Steigerung mit weiteren Punkten. Es würden Kostenanpassungen berücksichtigt, weitere Bereiche wie etwa die Heizungsanlage (rund 100 000 Euro) aufgenommen, aber auch Erkenntnisse aus den aktuellen Umbauten, die zusätzliche Ausgaben erwarten ließen. Ziel sei ein barrierefreies und multifunktionales Gebäude, das „dem heutigen Standard angepasst wird“, sagte die Architektin. Der sperrige Name des Förderprogramms „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier“ setzt zusätzlich eine weitere Empfehlung fest. Sogenannte Integrationsmanager sollen das Projekt begleiten – in Emmerthal sieht das Rathaus dafür befristet auf zwei Jahre eine Halbtagskraft vor. „Praktisch soll die Fachkraft bedarfsorientierte Angebote für und zusammen mit den Einwohnern des Quartiers und den schon vorhandenen Nutzern des Dorfgemeinschaftshauses entwickeln“, heißt es dazu von der Verwaltung.

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Niedersachsens Umwelt- und Bauminister Olaf Lies hatte im Frühjahr 20 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 22,4 Millionen Euro für das Bund-Länder-Förderungsprogramm in diesem Jahr vorgeschlagen. „Ein gutes und lebenswertes Miteinander aller Bewohnerinnen und Bewohner in unseren Städten und Gemeinden braucht die gesellschaftliche Integration und den soziale Zusammenhalt in den Quartieren“, ließ der Minister aus diesem Anlass erklären. „Deshalb ist es wichtig, Einrichtungen wie Stadtteilzentren, Kindergärten, Schulen, Bibliotheken, Bürgerhäuser oder Kultur- und Bildungszentren so zu unterstützen, dass sie mit den Mitteln aus dem Investitionspakt als Orte des sozialen Zusammenhalts erhalten, ausgebaut oder sogar neu geschaffen werden.“

Die Mehrheit der Emmerthaler Politiker unterstützt die Bemühungen im Rathaus, die Zuschüsse zu beantragen. Ralf-Ulrich Böhm (SPD) gab allerdings zu bedenken: „Ohne diese Gelder können wir das Projekt nicht stemmen.“



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