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Die Eisenbahnfreunde Emmerthal gehen in der ehemaligen Bahnhofsgaststätte ihrem Hobby nach

Mit Liebe zum Detail: Miniaturwelten am Gleis 1

Bessere Räume hätten sie kaum finden können: In der ehemaligen Bahnhofsgaststätte gehen die Eisenbahnfreunde ihrem Hobby nach. Peter Gerunde (oben links) und Thomas Brachmann sowie Wolfgang Kappauf (unteres Bild) tüfteln an den Landschaften.

veröffentlicht am 26.07.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 00:21 Uhr

Das Hobby mit den Modelleisenbahnen ist für die Mitglieder der I
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Fotos: gm

Emmerthal (gm). Über viele Jahre stand die Emmerthaler Bahnhofsgaststätte am Gleis 1 leer, nun kehrt wieder Leben ein. Passender könnte es kaum sein: Im Miniaturformat entstehen Landschaften und Orte, in denen die Modellbahnen verkehren. Möglich machen es die Eisenbahnfreunde Emmerthal, die dort die Räume angemietet haben. „Von Hause aus sind wir alle Idealisten, die mit viel Leidenschaft ihrem Hobby nachgehen“, bringt es Peter Gerunde auf den Punkt.

Im Februar des vergangenen Jahres gründeten fünf Männer die Interessengemeinschaft „Eisenbahnfreunde Emmerthal“. Im März 2008 begannen sie mit den Renovierungsarbeiten in der ehemaligen Bahnhofsgaststätte, bezogen schon im Juli ihren neuen Clubraum. Seither bastelt die Truppe, die mittlerweile auf zwölf Erwachsene und einen Jugendlichen herangewachsen ist, jeden Dienstagabend ab 19 Uhr in ihrem schicken Domizil, das über nagelneue sanitäre Anlagen, eine kleine Küchenzeile und eine richtig gut ausgestattete Werkstatt verfügt.

Interesse auch an

der lokalen Geschichte

„Wir suchen aber ständig neue Mitglieder“, erzählt Wolfgang Kappauf, der die Idee zur Gründung der Interessengemeinschaft hatte. „Neue Leute bringen auch neue Ideen mit“, ist sich Eisenbahnfreund Detlef Brockmann sicher. „Aktuell verfügen wir über gute 80 Quadratmeter Platz“, informiert Siegfried Reese. „Aber wir können jederzeit auf 120 Quadratmeter erweitern.“

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Derzeit werkeln die Männer, die fast alle eigene Kinder haben, an Gleisanlagen mit Modulen der „Spur HO“, die sie im Maßstab 1:87 bauen und die analog und digital für Wechsel-Gleichstrom betrieben werden kann, und an der wesentlich kleineren „Spur N“ im Maßstab 1:160.

Peter Gerunde ist bereits seit Stunden mit den filigranen Lötarbeiten an der „Spur N“ befasst. Gerunde ist aber nicht nur Eisenbahnbastler, er beschäftigt sich auch mit der Geschichte des Emmerthaler Bahnhofes und würde sich über weitere Informationen zu diesem Thema freuen. „Wer Fotos, alte Zeitungsartikel oder auch geschichtliche Kenntnisse über das Gebäude hat, sollte sich bitte einmal bei mir unter 05157/1261 melden. Ich bin für jede noch so kleine Auskunft dankbar“, meint Peter Gerunde hoffnungsvoll.

Weitere Mitstreiter

sind willkommen

Der Bau von Modelleisenbahnanlagen ist ein Hobby ohne zu erwartenden Abschluss. Thomas Brachmann und Willi Max, die ebenso wie Detlef Brockmann und Siegfried Reese seit über einem Jahr an ihren Modulen für die „Spur HO“ basteln, schrauben, kleben, verleimen und sogar authentische Effekte in ihrer Anlage einbauen, schwärmen von ihrem gemeinsamen Interesse. „Wer einmal von dem Fieber infiziert wurde, der findet zu Lebzeiten kein Ende mehr. Da erwacht das Kind im Manne“, schmunzeln Wolfgang Kappauf und Peter Gerunde von der gegenüberliegenden Baustelle. Die beiden befassen sich mit der deutlich kleineren „Spur N“ und sind mit ihrem Anlagenbau noch längst nicht soweit wie die Mitstreiter, die auf „HO“ schwören. „Wir haben bislang viel mehr Zeit investiert, aber unsere Streckenmodule sind halt deutlich arbeitsintensiver und wesentlich filigraner“, erzählt Wolfgang Kappauf.

Bei den Eisenbahnfreunden Emmerthal gibt es aber absolut kein Konkurrenzdenken, man ergänzt sich gegenseitig, zum Feierabend gibt es noch ein geselliges Beisammensein oder sie planen gemeinsame Veranstaltungen. Ziel der Modellbauer ist es, irgendwann einmal alle Module zu einer großen Eisenbahnlandschaft zusammenzufügen, um sie am originellen Ausstellungsplatz, dem Emmerthaler Bahnhof, für die Nachwelt zu erhalten. Für Interessenten, die Spaß am Modellbau haben oder einfach nur einmal vorbeischauen möchten, gibt es erste Informationen im Internet: www.eisenbahnfreunde-emmerthal.de



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