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Aerzener Maschinenfabrik will Umsatz bis 2020 verdoppeln / Geschäftsführung nun als Dreiergespann

Mit Investitionen auf Wachstumskurs einstellen

Aerzen (cb). Die Aerzener Maschinenfabrik setzt weiter auf Wachstum – international und am Stammsitz. Im Mittelpunkt des Investitionsprogramms steht schon im kommenden Jahr der Bau eines Bürogebäudes und eines Logistikzentrums in Aerzen. Sie sind Bestandteil des Entwicklungsprojekts Vision 2020, mit dem sich das Familienunternehmen für die nächsten Jahre strategisch ausrichten will. „Wir wollen das ordentliche Wachstum fortsetzen und uns mit den Investitionen darauf einstellen“, sagt Geschäftsführender Gesellschafter Klaus-Hasso Heller über das langfristig angelegte Konzept. Ziel sei es, den Umsatz der gesamten Unternehmensgruppe mit ihren inzwischen 41 Gesellschaften weltweit in diesem Zeitraum zu verdoppeln – auf 580 Millionen Euro im Jahr 2020.

veröffentlicht am 03.11.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 03:21 Uhr

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Ebenfalls eine hundertprozentige Steigerung hatte die Aerzener Maschinenfabrik mit ihrer Vision 2010, mit der das Unternehmen zu Jahrtausendbeginn in schwierigeren Zeiten die Leitlinien absteckte. „Die Vision hat geholfen, vieles davon ist auch erreicht worden“, bilanziert Heller. Die Internationalisierung wurde vorangetrieben, wobei sich die Zahl der Tochtergesellschaften verdreifacht hat. Hinzu kamen erhebliche Investitionen – beispielsweise das hochmoderne und 2008 fertiggestellte Produktionscenter in Aerzen, dem 2010 eine weitere Halle folgte, aber auch Neubauten in der Nachbargemeinde (Emmerthaler Apparatebau) und weltweit, darunter in den USA.

Die Aerzener wollen nun – nach den Einbrüchen infolge der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise – an das Boomjahr 2008 anknüpfen. Trotz der aktuell neu entfachten Sorgen durch die Schuldenkrise in Europa und deren internationale Folgen: „Wir sind optimistisch, dass wir das bewältigen werden und den Wachstumspfad weiter beschreiten können“, so der Geschäftsführer.

Am Hauptsitz mit aktuell rund 1050 Beschäftigten sind nun allein Gebäudeinvestitionen mit einem Umfang von zehn bis elf Millionen Euro vorgesehen, um zusätzliche Kapazitäten zu schaffen. Angrenzend an den bisherigen Verwaltungstrakt soll am Hermann-Allstaedt-Weg ein Neubau mit 1600 Quadratmeter Bürofläche auf vier Etagen entstehen. „Wir stoßen räumlich an Grenzen“, verweist Heller darauf, dass einige Kollegen derzeit sogar in Containern arbeiten müssten. Demnächst würden die Bauanträge gestellt. „Wir hoffen, im Herbst 2012 einziehen zu können“, meint er.

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  • Zuletzt investierte das Unternehmen in eine neue Halle am Hermann-Allstaedt-Weg und damit in aufwendige Bearbeitungszentren für die Fertigung von Großmaschinen, hier Sven Wilmsmeier.
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  • A. Gattermann
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Um die Werksinfrastruktur den künftigen Aufgaben anzupassen, ist das Logistikzentrum am Wiesenweg geplant. Der Wareneingang, die Wareneingangskontrolle und die externen Lagerflächen sollten damit auf den Neubau mit einer Gesamtfläche von 6000 Quadratmetern zusammengefasst werden, erläutert Betriebsleiter Andreas Gattermann. Das Logistikzentrum solle so ausgelegt werden, dass dort später („realistisch in drei oder vier Jahren“) das zentrale Hochregallager integriert werden könne. Hinzu komme eine Freifläche von 4000 Quadratmetern, um Produkte zwischenzulagern oder für den Versand vorzubereiten. Der Materialfluss werde optimiert, für die Fertigung würden Kapazitäten frei. „Damit wollen wir die logistischen Voraussetzungen schaffen, um die Vision 2020 umzusetzen“, sagt Gattermann.

Gleichzeitig gab Heller, der zuletzt allein das Unternehmen führte, Änderungen in der Geschäftsleitung bekannt: Ein Dreiergespann bildet nun die Geschäftsführung. Die Gesellschafter haben den Diplom-Ingenieur Björn Irtel und den Diplom-Wirtschaftsingenieur Bernd Wöhlken als weitere Geschäftsführer neben Klaus-Hasso Heller in die Geschäftsleitung berufen. Irtel, seit 1991 bei der Aerzener Maschinenfabrik, ist besonders für die technische Ausrichtung des Unternehmens sowie für die Bereiche Qualitätswesen und Produktion zuständig. Bereits als Geschäftsführer zahlreicher Tochtergesellschaften zeichnet Wöhlken, der seit 1999 als Vertriebsleiter dem Unternehmen angehört, zuletzt verantwortlich. Neben dem Vertrieb obliegen ihm künftig die Bereiche Einkauf und Prozessgas-Division. Heller betreut die Bereiche Finanzen und Controlling, Personal, EDV sowie Prozess- und Auftragssteuerung und After-Sales. Gleichzeitig trägt er als Sprecher des neu zusammengesetzten Geschäftsführergremiums die Gesamtverantwortung für die Unternehmensgruppe. Der Geschäftsführende Gesellschafter will die Gruppe „noch stärker zu einem globalen Unternehmen entwickeln“. Wachstumsmärkte würden vor allem im Ausland, besonders in Asien, gesehen. In Südkorea entsteht mit Aerzen Turbo sogar eine neue Produktionsstätte. Turbogebläse sollen die Produktpalette erweitern. Heller: „Aerzen wird auch in Zukunft wesentlicher Standort sein, Fertigung kann es aber auch in anderen Ländern geben, wenn es sinnvoll ist.“

Das neue Dreiergespann der Geschäftsführung in dem weltweit agierenden Familienunternehmen (von links): Geschäftsführender Gesellschafter Klaus-Hasso Heller, Björn Irtel und Bernd Wöhlken.



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