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Mit Gespür für Tradition und moderne Technik

Grupenhagen (sbr). Wie überall in Deutschland, findet man auch in Grupenhagen noch heute jahrhundertealte Fachwerkhäuser. Von der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts bis ins 19. Jahrhundert hinein wurden in Deutschland Holz und Lehm zu Häusern verbaut. Svenja Hornburg und Waldemar Stor setzten nun bewusst auf diese Tradition - und bauten sich ein Fachwerkhaus.

veröffentlicht am 03.05.2011 um 19:58 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:21 Uhr

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Grupenhagen (sbr). Wie überall in Deutschland, findet man auch in Grupenhagen noch heute jahrhundertealte Fachwerkhäuser. Von der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts bis ins 19. Jahrhundert hinein wurden in Deutschland Holz und Lehm zu Häusern verbaut. Beides war damals reichlich vorhanden. „Jedem Grupenhäger Hof stand über Jahrhunderte hinweg regelmäßig Eichenholz als Bauholz zu“, weiß Karl Pape, Ehrenvorsitzender des Kultur- und Heimatvereins, aus der Vergangenheit zu berichten. Als das Massivholzaufkommen in den heimischen Forsten knapper wurde, begann die Suche nach neuen Baumaterialien, und das Fachwerkhaus kam mehr und mehr aus der Mode. „Das letzte Fachwerkhaus in Grupenhagen wurde vor 150 Jahren errichtet“, hat Karl Pape in der Chronik nachgelesen. Allerdings muss in dieser Beziehung die Dorfgeschichte weitergeschrieben werden, denn Svenja Hornburg und der aus Herford stammende Waldemar Stor haben sich ganz bewusst gegen einen 08/15-Neubau entschieden und auf der ehemaligen Kuhwiese der Familie Hornburg ein modernes Fachwerkhaus nach altem Vorbild, aber mit neuester Technik ausgestattet, gebaut.
 „Wir wollten etwas ganz anderes als das, was überall in den Neubaugebieten zu finden ist. Etwas, das hier auf unseren besonderen Bauplatz passt“, beschreiben die beiden ihre ungewöhnlichen Baupläne. In nur sechs Monaten Bauzeit haben die Zahntechnikerin und der Leiter der Abteilung Controlling mit Hilfe von Familie und Freunden den Innenausbau größtenteils selber fertiggestellt. „Nur die Sanitärarbeiten haben wir ausführen lassen“, erklärt der 31-Jährige. Beim Rundgang durch die insgesamt zehn Räume inklusive Flur, Küche, Bad sowie Hauswirtschafts- und Technikraum auf etwa 170 Quadratmetern ist den beiden der Bauherrenstolz anzumerken. „Auf dem Weg nach Herford bin ich an einem Fachwerkhaus-Neubau vorbeigekommen, in den ich mich sofort verliebt habe. Als unsere Baupläne dann konkreter wurden, haben wir einfach mal ganz spontan bei den Besitzern geklingelt und uns das Haus zeigen lassen“, kann sich Svenja Hornburg noch genau an die Anfänge erinnern. Und auch Waldemar Stor konnte sich schnell mit dem von seiner Freundin bevorzugten besonderen Haustyp anfreunden.
 Allerdings unter einer Bedingung: Landhaus ja, aber mit modernen Komponenten. Und so setzen eine modern eingerichtete Küche im Erdgeschoss sowie ein ebenfalls modernes Bad in der ersten Etage Kontrastpunkte zu dem sonst geschmackvoll und stilecht ausgestatteten Fachwerkhaus. „Ich mag die alten Möbel einfach, die schon seit Generationen in unserer Familie weitergegeben werden“, erzählt Svenja Hornburg und freut sich besonders über ein Bild, das ihr zuvor ihre Großmutter schenkte und das jetzt das neue Schlafzimmer schmückt.



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