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Promenadenkonzert mit dem Emmerthaler Blasorchester / 300 Zuschauer – „gefühlt wie 600“

Mit der Musik ist die alte Harmonie wieder da

Solosängerin Sonja Telgheder (v. li.), die Gruppe „Celtic Spirit“ und Timothy Hope, der auch im schottischen Kilt dirigierte.Fotos: gm

veröffentlicht am 06.09.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 22:21 Uhr

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Hagenohsen (gm). Heller Sonnenschein im Januar 2009 bei den Vorstandsneuwahlen, dunkle Gewitterwolken bei der Vorstandsumbesetzung im Sommer des Jahres – gut zwei Wochen vor dem kalendarischen Herbstanfang präsentierte sich das Emmerthaler Blasorchester (EBO) wieder in alter Stärke und zeigte beim Promenadenkonzert am Hagenohsener Lindenanger gewohnt klangliche Vielfalt und Harmonie beim musikalischen Auftritt. Zirka 300 Zuschauer – gefühlt waren es mindestens 600, wie der ehemalige EBO-Vorsitzende Rudolf J. Langer scherzhaft vorrechnete – erfreuten sich an den legendären Klängen der „Last Night of the Proms“, die mittlerweile in Hagenohsen zu einem festen Bestandteil des Emmerthaler Kulturprogrammes geworden ist. Dirigent Timothy Hope und seine 51 Instrumentalisten, die unter 10 Registern spielten, gaben bereits beim ersten Titel „Battle Hymn of the Republic“ richtig Gas und stimmten das Publikum auf einen musikalisch anspruchsvollen Abend ein.

Andreas Warnecke und Stefan Hinz führten mit ihren informativen Ankündigungen während des gesamten Programms durch die illuminierte Hagenohsener Weserpromenade. Dirigent Timothy Hope schlüpfte nach der Pause in einen schottischen Kilt und zelebrierte am Taktstock die Leidenschaft eines britischen Militärmusikdirigenten. Bei „Highland Cathedral“, einem Kultsong, der weltweit in allen Fußballstadien mit eigener Textinterpretation gesungen wird, kam Gänsehautatmosphäre auf. Klassische Songs und traditionelle Titel der Londoner „Last Night of the Proms“ wurden von den Zuhörern begeistert beklatscht, und mit der Solistin Sonja Telgheder, die bereits als Background-Sängerin für Mark Medlock aktiv war, konnte das EBO erstmals eine Interpretin gewinnen, die von Jazz über Rock bis hin zum Pop über ein breit gefächertes Repertoire verfügt. „English Folk Song Suite“, „Starlight Express“, „Fanfare for the common man“, „Fantasia on Britsh Sea Songs“ oder die Orpheus Overtüre von Jacques Offenbach, das EBO spielte alle Titel wie in einem Rausch.

Jeder Instrumentalist spielte leidenschaftlich bis an seine Leistungsgrenze, und als Orchester bewies die Truppe um Vereinschef Michael Feldmann, dass sie zu den ganz Großen ihrer Zunft gehören. Neun junge Damen, die sich „Celtic Spirit“ nennen vom Tanzstudio „Bellabina“, wirbelten unter der Leitung von Katja Heininger über die Bühne.

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Mit den Zugaben „Radetzky-Marsch“ und „One Moment in Time“ brannte das EBO bereits sein musikalisches Feuerwerk ab, bevor auf der gegenüberliegenden Weserseite am Abend das von der Sparkasse Weserbergland gesponserte Höhenfeuerwek gezündet wurde.

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