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Buchwoche gibt Einblicke in die Welt von Krimis und das Schaffen von Mark Twain

Mit der Brille der Autoren

Emmerthal. „Der Fuß, der aus der Erde ragte, wirkte grotesk. Grellrot lackierte Zehennägel schmückten ein Körperteil, bei dem das Fleisch begonnen hatte sich aufzulösen. Die Insekten hatten sich längst an die kräftige Farbe gewöhnt und ließen sich nicht abschrecken.“ Nein, die Krimilesung der 8. Emmerthaler Buchwoche mit der Bückeburger Autorin Nané Lénard im Buchladen am Markt war nichts für Zuhörer mit schwachen Nerven. Neben dem beschriebenen Fuß gab es noch von einer Hand zu hören, die vertrocknet aus der Entengrütze des Hexenteiches im Bückeburger Stadtforst ragte, und von einigen weiblichen Organen. Den Gästen der Autorenlesung im Rahmen der Reihe „Zeit für Kultur in Emmerthal“ hat es dennoch gut gefallen, was sicher auch an der charmant plaudernden Nané Lénard lag, die nicht nur aus ihrem Werk „Schattentod“ und dem gerade erschienenen Band „Schatten Seiten“ mit Kurzkrimis vorlas.

veröffentlicht am 23.04.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 16:41 Uhr

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Die Autorin, die von Carsten Holzendorff, Geschäftsführer der CW Niemeyer Buchverlage GmbH, nach Emmerthal begleitet wurde, erzählte, wie sich ein Krimi fast von selbst schreibt, wie ihre Protagonisten Kommissar Wolf Hetzer und Peter Kruse im Laufe der vier bereits erschienenen Bücher ein Eigenleben entwickelt haben, das selbst sie manchmal überrascht, und wie sie zu ihrer literarischen Leidenschaft gefunden hat. Mit der Kurzgeschichte „Stille Nacht“ schickte Nané Lénard ihre Fans zum Abschluss auf den Heimweg.

Zuvor hatten Jutta und Dierk Rabien die Auftaktveranstaltung der 8. Emmerthaler Buchwoche gestaltet. Sie lasen im Buchladen am Markt aus dem Buch „Sommerwogen“, in dem Briefe des amerikanischen Autors Mark Twain veröffentlicht sind, die interessante Einblicke in sein rastloses Leben und das der Familie Clemens geben, wie Mark Twain mit richtigem Familiennamen hieß. „Die ganze moderne amerikanische Literatur stammt aus einem Buch von Mark Twain ab, das Huckleberry Finn heißt. Es ist das beste Buch, das wir gehabt haben“, zitierte Dierk Rabien keinen geringeren als Ernest Hemingway, der 64 Jahre jünger als Mark Twain war. Jutta und Dierk Rabien zeichneten in ihrer Lesung, mit eingestreuten Erläuterungen, ein wenig bekanntes Lebensbild des berühmten Autors. aw

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  • Dem Wirken von Mark Twain widmet sich Dierk Rabien. aw

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