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Finale: Schüler der Johann-Comenius-Schule stellen ihre „3D-Unterwasserwelten“ aus

Mit dem Sonarboot zur Ideen-Expo

EMMERTHAL/HANNOVER. Es ist nun schon das vierte Mal, dass Schüler das Finale erreichen: Nach 2009, 2015 und 2017 ist die Johann-Comenius-Schule aus Emmerthal auch in diesem Jahr wieder bei der Ideen-Expo in Hannover vertreten. Diesmal mit einem ferngesteuerten Sonarboot.

veröffentlicht am 14.06.2019 um 11:50 Uhr
aktualisiert am 14.06.2019 um 20:00 Uhr

Ein Probelauf für die Ideenexpo: Die Schüler setzen das Unterwasser-Puzzle wieder zusammen. Foto: MW
Maximilian Wehner

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Im Rahmen des Wahlpflichtkurses Technik haben 18 Schüler seit 2017 an diesem Projekt gearbeitet. Jede Woche haben die Schüler zwei Stunden lang getüftelt, gerätselt und gebastelt, um ihr Wettbewerbsprojekt „3D-Unterwasserwelten“ fertig zu bekommen. Auf der Ideen-Expo stellen immer sechs Schüler gleichzeitig das Projekt auf der Messe vor. Dabei handelt es sich um ein ferngesteuertes Sonarboot, welches die Unterwasserwelt erkundet. Und das funktioniert so: Ein ferngesteuertes Boot fährt über einen See. Hinter sich her zieht das rund 50 mal 15 Zentimeter große Schiff eine Sonarkugel, die durch Schallwellen den Boden begutachtet. So können sogenannte Tiefenkarten erstellt werden. In Echtzeit werden die gemessenen Daten via Bluetooth auf ein Smartphone, Tablet oder Laptop transferiert, wo dann die Unterwasserkarten visuell sichtbar gemacht werden. Das heißt, dass dieses Sonarboot die Bodenfläche eines Sees sowie die Tiefe genau bestimmen kann.

Auch Fische und Schlingpflanzen kann das Gerät erkennen, genauso wie Verschmutzungen, Schiffswracks oder Müll am Grund. Vor allen Dingen helfe ein solches System Anglern, aber auch Biologen könne dieses Projekt helfen. „Wenn an einer Stelle im See beispielsweise keine Schlingpflanzen sind, dann kann sich ein Biologe diese Stelle genauer ansehen“, sagt der betreuende Technik-Lehrer Rainer Langenstein. Nachdem alle Daten erfasst worden sind, druckt ein 3D-Drucker Platten von zwölf mal zwölf Zentimetern, die zusammengesetzt die Struktur des Sees ergeben. Durch die Platten können die Besucher der Ideen-Expo die Seen als „Puzzle“ wieder zusammensetzen. So entstehe eine knifflige Aufgabe für die Besucher, meint der Technik-Lehrer.

Die Idee dazu hatten vor allen Dingen Schüler, die in ihrer Freizeit gerne angeln, erzählt Langenstein. Denn besonders beim Angeln kann diese Technik hilfreich sein, denn damit lassen sich Fische leichter aufspüren und damit dann auch leichter fangen.

2 Bilder
Ein Schüler zeigt die Technik

„Am Anfang hatten wir eine Idee“, sagt Joel Vinzent, einer der Schüler, die an diesem Projekt mitgearbeitet haben. „Herr Langenstein hatte zu Hause noch einen Schiffsbausatz.“ Diesen Bausatz haben die Schüler dann zusammengebaut und mit der nötigen Technik versehen. „Wir haben angefangen, die Technik in das Boot reinzusetzen. Das hat Spaß gemacht und war interessant.“ Während des Projekts habe es kleine Gruppen gegeben, von der jede eine eigene Aufgabe hatte, erzählen die Schüler. „Jeder war bereit, dem anderen zu helfen. Dadurch war die Atmosphäre sehr nett“, erklärt Elisha Kohrs. „Am Anfang ist noch einiges fehlgeschlagen“, sagt Marlon Zöllner. Aber mit der Zeit hätten die Schüler sich in das Projekt reingefuchst. Drei verschiedene Teams haben sich um dieses Projekt gekümmert. So habe ein Team an dem Boot gebaut, während ein weiteres Team mit dem Bau eines See-Modells beschäftigt gewesen sei. Der Rest habe sich um Kleinarbeiten gekümmert. Jeder habe aber seinen Teil zum Projekt beigetragen, heißt es unter den Schülern.

Als das Boot fertig war, wurde es getestet, und zwar im Emmerthaler Hallenbad. Erst nach diesem Test ging es mit dem Boot auf die Seen hinaus. So auch auf den Siebenmeter-See nahe Hannover, wovon ebenfalls ein Modell entstanden ist, welches die Besucher zusammensetzen müssen.

Die Stiftung Niedersachsenmetall ist auf bundesweiten Ideenfang gegangen. Mehr als 100 Schulen haben sich beworben, darunter auch die Johann-Comenius-Schule in Emmerthal. Nur 22 Schulen dürfen ihre Ideen und Projekte auf der Ideen-Expo, die vom 15. bis zum 23. Juni auf dem Messegelände in Hannover stattfindet, vorstellen. Und die Johann-Comenius-Schule hat die Juroren überzeugt, denn sie ist zum vierten Mal von der Jury ins Finale gewählt worden. So hat die Emmerthaler Schule einen Messestand bei der Ideen-Expo, genauer in der Halle acht, erzählt der Technik-Lehrer: „Allein dass wir schon auf der Ideen-Expo sind, ist ein Erfolg.“ Er sei stolz darauf, dass die Johann-Comenius-Schule eine von 22 Schulen ist, die ihr Projekt präsentieren darf.



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