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Die Meinung des agrarpolitischen Sprechers Christian Meyer (Grüne) ist derzeit gefragt

Mit dem Dioxin-Skandal wächst sein Einfluss

Aerzen (cb). Über regionale Themen ging es selten hinaus, wenn Christian Meyer als Landtagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen in der heimischen Öffentlichkeit wahrgenommen wurde. Mit dem Dioxin-Skandal erhält nun der Name des Holzmindeners plötzlich überregional Gewicht: Noch bevor das Land Niedersachsen Konsequenzen aus dem mit Dioxin belasteten Futter gezogen hatte, erkannte Meyer bereits vor dem Jahreswechsel die mögliche Dimension der Entwicklung, die sich zu einem Skandal auswuchs und seitdem die Schlagzeilen beherrscht. „Eine Bagatellisierung des gefährlichen Dioxins in Lebensmitteln wäre unverantwortlich“, meinte der agrarpolitische Sprecher Ende Dezember an die Adresse des zuständigen Ministeriums in Hannover gerichtet, das im Gegensatz zu Nordrhein-Westfalen noch keine Konsequenzen ziehen wollte. Meyer, der weiter am Thema dranblieb und mit seiner Meinung zur Agrarpolitik in den Medien aktuell gefragt ist, spricht am heutigen Freitag auf Einladung der Grünen im Kreisverband ab 20 Uhr bei einer öffentlichen Informationsveranstaltung im Café der Bäckerei Vollkornblume in Grupenhagen. Kaum ein Tag verging, an dem der Landtagsabgeordnete sich nicht zu Wort meldete. „Es ist unverantwortlich, dass trotz des vorbeugenden Lieferstopps in Nordrhein-Westfalen in Hannover nicht reagiert wurde und über eine Woche weiterhin Eier der betroffenen Betriebe ungeprüft in den Handel gelangen und verzehrt werden konnten“, sagte der Grünen-Politiker Anfang Januar, ständig gab es mit Bekanntwerden neuer Erkenntnisse weitere Rüffel. Von „Schlampereien, Versäumnissen und Mogeleien im niedersächsischen Agrarministerium“ sprach er am Mittwoch im Landtag. In einer gemeinsamen Aktion haben Landesvorstand und Landtagsfraktion der Bündnisgrünen eine grundlegende Wende in der Verbraucherschutz- und Agrarpolitik gefordert. „Die Industrialisierung der Landwirtschaft und die weltweite Billigproduktion begünstigen Futtermittelpanscherei und Lebensmittelskandale zulasten der Gesundheit der Verbraucher. Die Fleischtheke darf nicht zur Sondermülldeponie für hochtoxische Industrieabfälle werden“, mahnt Meyer. Als Konsequenz aus dem Dioxin-Skandal haben die Grünen ein Zwölf-Punkte-Programm für einen besseren Verbraucherschutz verabschiedet.

veröffentlicht am 20.01.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 19:41 Uhr

Grüner Rettungsschirm für die Landwirtschaft: Landesvorsitzende Anja Piel und Christian Meyer fordern die Agrarwende.  Foto: Grü
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