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Wiedereröffnung für den Spielbetrieb am 23. Oktober / Kostenbilanz vorerst nicht möglich

Mit dem Anstrich wird die Sporthalle fertig

Aerzen (tk). Die Sanierung der Hummetal-Sporthalle ist fast abgeschlossen. Am 23. Oktober soll die Halle übergeben werden und der Spielbetrieb wieder anlaufen. Das sagt Annette Tintel, verantwortlich im Bauamt der Gemeinde Aerzen. Nach drei Monaten endet damit das dringend notwendige Sanierungsprojekt, mit dem die Gemeinde rund 30 000 Euro einsparen könne. Mit genauen Zahlen will sich der Erste Gemeinderat, Andreas Wittrock, aber noch nicht festlegen, schließlich sei die Ersparnis abhängig vom aktuellen Energiepreis, gibt er zu bedenken. Lediglich Bürgermeister Bernhard Wagner führte die Zahl im Juli gegenüber der Dewezet ins Feld.

veröffentlicht am 09.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 20:21 Uhr

Mit den Malerarbeiten ist die Innensanierung fast abgeschlossen.
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Eindeutig messbar sei hingegen das Potenzial um Energie zu sparen, meint Wittrock. „Nach der umfassenden energetischen Sanierung werden wir den Verbrauch um mehr als 50 Prozent reduzieren können“, bilanziert Tintel. Das Gebäude entspräche nun dem energetischen Niveau eines Neubaus und sei technisch auf dem neuesten Stand. Die größten Sparpotenziale konnten bei der Erneuerung des Heizungssystems, durch den Einbau einer neuen Warmwasserversorgung, durch die Umstellung auf Energiespar-Beleuchtungen und die Modernisierung des Lüftungssystems erreicht werden.

Die gesamte Fassade der 40 Jahre alten Halle wird derzeit noch verkleidet, die Wärmeisolierung ist bereits aufgebracht, auch am Flachdach wird noch gearbeitet – Einläufe werden angeschlossen, die Abdichtung komplettiert. „Eigentlich haben wir alles rausgerissen, was alt war“, erklärt Tintel.

„Wir haben nur das Notwendigste gemacht“

Wo vor Monaten noch überdimensionierte Wasserpumpen standen, verlaufen heute schlanke Rohre. Das Belüftungs- und Kühlungsystem funktioniert mittlerweile vollautomatisch – registriert Raumluftveränderungen und Außentemperatur von allein.

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Aber nicht nur an der Technik hat die Gemeinde viel verändert. Die Sanitäranlagen waren dem Rat der Stadt ein besonderer Dorn im Auge. Nun sind die Duschen teilweise neu gekachelt, es gibt neue Waschbecken und Toilettenkabinen. „In diesem Bereich haben wir aber nur das Notwendigste gemacht, das, was wirklich wichtig war“, sagt Wittrock. Ihm liegt die Hummetal-Sporthalle am Herzen. Schließlich gehörte er zu den ersten Schülern, die 1969 in der neu erbauten Turnhalle trainieren durften.

Bis die Halle fertig wird, sind aber noch einige Firmen damit beschäftigt zu streichen, die Elektrik für die Decken- und Notbeleuchtung zu installieren und die Fassade anzubringen. Eine Million Euro wird die Sanierung die Gemeinde kosten, „und diesen Kostenrahmen wollen wir auch einhalten“, bestätigt Tintel.

Zu einer detaillierten Kostenaufstellung der einzelnen Sanierungsbereiche will sie sich noch nicht äußern, dafür sei es früh – eine abschließende Bilanz wird aber noch erfolgen und dann der Öffentlichkeit zugänglich sein, stellt sie in Aussicht.

Obwohl die Halle nun nach den neuesten Standards für Technik und Sicherheit ausgerüstet ist, ein Wermutstropfen bleibt. „Wir hatten im Vorfeld diskutiert, wie wir die Halle barrierefrei gestalten können. Das ist uns aufgrund sicherheitstechnischer Vorgaben leider nicht möglich“, sagt Wittrock mit Bedauern. Mit dem Ablauf der Sanierung sind Tintel und er ansonsten sehr zufrieden: Schließlich habe es weder Kollisionen mit dem Schulsport gegeben, und auch die Sportvereine hätten die Sanierung mitgetragen.

Und auch den gesteckten Zeitrahmen halten die Verantwortlichen ein. Lediglich die Arbeiten an der Fassade werden noch etwas länger dauern. Bis sämtliche Vollspann-Platten und Anschlüsse angebracht sind, soll es noch bis in die zweite Novemberhälfte dauern. „Eine Beeinträchtigung für die Sportvereine wird es dadurch aber nicht geben“, sagt die Expertin Tintel.

Die letzten Arbeiten sind in vollem Gang.

Jennifer Hermann streicht die Geländer der Tribüne neu.

Fotos: tk

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