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Alte Dreschmaschine kommt in Börry erneut zum Einsatz – und fasziniert die Zuschauer

Mit 79 Jahren noch mächtig auf Touren

Börry (gm). Die Weizengarben hatten die Vorstandsmitglieder des Fördervereines des Museums für Landtechnik und Landarbeit bereits mit ihrem alten Selbstbinder geerntet. Beim Erntefest legten sie sich dann mächtig ins Zeug und droschen mit der 79 Jahre alten Fricke-Dreschmaschine das Korn nach traditioneller Landwirtskunst. Angetrieben durch einen etwa fünf Meter langen Transmissionsriemen, der am Schwungrad eines historischen elf PS starken Kramer-Treckers befestigt war, bewegte sich das alte Schätzchen leicht röhrend, aber gleichmäßig und trennte die Spreu vom Weizen. Oben auf der Dreschmaschine schnitt Volker Meyer die gebündelten Garben auf und fütterte das Mähwerk einheitlich mit dem Getreide.

veröffentlicht am 04.10.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 01:41 Uhr

Landwirtschaftliche Arbeit wie in früheren Zeiten: Der Förderver
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„Oh Mann, das staubt aber nicht schlecht“, staunte der dreizehnjährige Lukas aus Klein Berkel, der mit seiner Handykamera Fotos von der alten Dreschmaschine schoss. „Diesen frischen Getreidestaub hast du aber auch heute noch bei den hochmodernen Mähdreschern“, erklärte ihm der Vorsitzende des Fördervereines, Rolf Keller, der das gemahlene Weizenkorn in Jutesäcken auffing. „Es staubt zwar, aber es ist ein angenehmer Geruch“, urteilte Monika Puls aus Hastenbeck, die aus Börry stammt und jedes Jahr zum Erntedank wieder daheim ist. Pünktlich zum Jubiläumserntefest spielte das Wetter auch wieder mit. Angenehme 20 Grad, ein paar Sonnenstrahlen und viele gut gelaunte Besucher. Bereits um kurz nach Mittag signalisierte Schatzmeister Axel Bohne, dass immerhin schon 600 Gäste das Museumsgelände betreten hatten.

„Neben dem Handwerkermarkt im Frühjahr ist unser Erntedankfest immer ein absoluter Höhepunkt“, sagte Rolf Keller. „Das Alte mit dem Neuen verbinden“, so laute das Motto zum 20-jährigen Bestehen des Museums, berichtete der Vorsitzende, der wieder zahlreiche ehrenamtliche Handwerker der alten Zunft begrüßen konnte. Im Grave-Wohnhaus, in der Schmiede und im Innenhof wurde traditionell gewerkelt und die ehrbaren Handwerker gaben nützliche Tipps, wie man auch ohne hochmoderne Maschinen erstklassige Produkte herstellen kann. Der Tag wurde durch zahlreiche Kunsthandwerker bereichert. Farbenprächtige herbstliche Accessoires, hausgemachte Lebensmittel und Liköre, Dekoartikel sowie erlesene Weine wurden angeboten. „Besonders froh sind wir natürlich darüber, dass sich unsere örtlichen Vereine wieder an der Logistik beteiligt haben“, sagte Rolf Keller.

Auch musikalisch war für alle Altersklassen wieder etwas dabei: das Emmerthaler Blasorchester, The Lions, der Spielmannszug „Rattenfänger“ und die Amelgatzer Sternchen.

2 Bilder
Passend zu Erntedank präsentierten sich die Stände. Mehrere hundert Besucher kamen auf das Museumsgelände.

Bildergalerie: Zahlreiche Fotos gibt es im Internet unter: www.dewezet.de



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