weather-image
12°
Verstärkte Sicherheitsmaßnahmen am AKW-Zwischenlager: Kleine Anfrage der Landtagsfraktion ergibt kaum Neues

Ministerium gibt sich gegenüber Grünen zurückhaltend

Emmerthal/Hannover (cb). Wenig Erhellendes gab es für die Landtagsabgeordneten der Bündnisgrünen, die Einzelheiten zu den geplanten Sicherheitsauflagen für das Zwischenlager am Atomkraftwerk Grohnde wissen wollten. Viele Punkte ihrer Kleinen Anfrage an die Landesregierung ergaben keine neuen Informationen. „Um den Schutz der Anlagen nicht zu gefährden, werden Einzelheiten der zugrunde liegenden Szenarien oder einzelne Sicherungsmaßnahmen der Betreiber und der staatlichen Sicherheitskräfte nicht veröffentlicht“, heißt es in dem Schreiben des Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz als Atomaufsichtsbehörde.

veröffentlicht am 23.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 17:21 Uhr

270_008_5342070_lkae107_2203.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

20 Punkte umfasste der Fragenkatalog der vier Grünen, unter ihnen der Fraktionsvorsitzende Stefan Wenzel und Ursula Helmhold (Rinteln). Sie bezogen sich auf Berichte, nach denen die Zwischenlager bundesweit baulich verstärkt werden müssen, um sie vor möglichen Terrorgefahren zu schützen. Das gilt auch für das AKW Grohnde, das bis zur Umsetzung der Baumaßnahmen durch zusätzliches und mit Gewehren ausgestattetes Wachpersonal gesichert werden soll. Unbeantwortet bleibt beispielsweise die Frage, welche „neuen Erkenntnisse in Bezug auf neue Bedrohungsszenarien“ es gebe. Zu Einzelheiten könnten „aus Geheimhaltungsgründen“ keine näheren Angaben gemacht werden, heißt es aus dem Ministerium. „Über die konkret beabsichtigten baulichen Maßnahmen liegen der Landesregierung keine Informationen vor“, schreibt die Atomaufsicht zu den gezielten Anfragen zu Grohnde. Bei einem Punkt gibt es zumindest ein grundsätzliches Nein, wie es auch schon einmal das Bundesamt für Strahlenschutz im Sinne der befristeten Genehmigung auf Nachfrage unserer Zeitung bekräftigt hatte. Die Grünen wollten nämlich wissen, ob die verstärkten Sicherheitsstandards darauf abzielen, die Zwischenlager „über den genehmigten Zeitraum von maximal 40 Jahren hinaus zu einem vorläufigen Endlager oder oberirdischen Zwischenlager auf unbestimmte Zeit auszubauen“.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare