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Besuch bei Dr. Paul Lohmann als Spezialisten für Mineralsalze / „Hochdifferenzierter Mittelstand“

Ministerin von der Leyen würdigt Emmerthaler Unternehmen

EMMERTHAL. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat das Emmerthaler Unternehmen Dr. Paul Lohmann gewürdigt. Als „ganz außergewöhnlich“ bezeichnete sie es am Freitag in Emmerthal, dass Reservisten im Unternehmen freigestellt würden, um beispielsweise an Wehrübungen der Bundeswehr teilzunehmen.

veröffentlicht am 06.10.2017 um 13:46 Uhr
aktualisiert am 06.10.2017 um 17:20 Uhr

Nicht nur als Weltmarktführer würdigte Ministerin von der Leyen das Unternehmen Dr. Paul Lohmann, sondern auch für dessen Einsatz, als Arbeitgeber die Reservisten zu unterstützen. Über das Unternehmen informierte Geschäftsführer Jürgen Lohmann (recht
Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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EMMERTHAL. Anschaulicher geht es kaum, damit Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen zwischen zwei Wahlkampfterminen in Hildesheim und im Schaumburger Land auch beim Emmerthaler Unternehmen Dr. Paul Lohmann schnell weiß, was sich hinter dem Hersteller und Entwickler von speziellen Mineralsalzen verbirgt. Zur Begrüßung stehen auf dem Konferenztisch das Getränk Bionade und Gummibärchen, in denen sich Inhaltsstoffe des Familienunternehmens befinden, aber auch dessen natriumreduziertes Produkt LomaSalt. Zügig präsentiert Geschäftsführer Jürgen Lohmann die wichtigsten Daten aus der Geschichte des Traditionsunternehmens mit Ausblick auf die Zukunft, bevor der enge Terminplan noch Zeit für eine Betriebsführung lässt. Klar, dass die Ministerin voll des Lobes ist. Sie würdigt den „hochdifferenzierten Mittelstand“ in Deutschland. Wie am Beispiel Emmerthal zeige sich, dass die Unternehmen Nischen finden würden, um sich wie hier mit Mineralsalzen als Weltmarktführer zu behaupten. Von der Leyen: „Das ist das Geheimnis für den Erfolg des Mittelstandes.“

Dass sie gestern im Zuge des Landtagswahlkampfes für die CDU – übrigens auf Einladung der Kandidatin Petra Joumaah – Station in Emmerthal macht, hat für die Verteidigungsministerin natürlich noch einen anderen Grund. Und der ist eher mit ihrem Amt verbunden: Von der Leyen würdigt Lohmanns Einsatz für Reservisten. Als „ganz außergewöhnlich“ bezeichnet sie es, dass Reservisten jederzeit im Unternehmen freigestellt würden, um beispielsweise an Wehrübungen der Bundeswehr teilzunehmen. „Das ist für mich als Verteidigungsministerin enorm wichtig“, sagt sie gestern über „das breite gesellschaftliche Engagement“ des Unternehmens. Bereits im Mai hatte sie deshalb Jürgen Lohmann in Berlin die Auszeichnung „Partner der Reserve“ verliehen.

Gestern schildert der Geschäftsführer der Ministerin die aktuelle Entwicklung des Spezialisten für Mineralsalze. Das Familienunternehmen mit fast 500 Beschäftigten an den Standorten Emmerthal und Lüneburg plane den Bau eines Forschungs- und Entwicklungszentrums in Kirchohsen. „Eine echte Herausforderung“, beklagt Lohmann die zunehmende Dauer von Genehmigungsverfahren. „Massiv verschlechtert“ habe sich deshalb die Situation von Unternehmen, wobei besonders die Gewerbeaufsichtsämter in Niedersachsen „sehr restriktiv“ seien. Dennoch sei es wichtig, in Emmerthal zu bleiben. „Die klugen Köpfe sind hier – und die wollen wir hier halten“, meint Lohmann, der sich damit auch ein attraktives Umfeld für Wissenschaftler und Chemielaboranten erhofft, um gleichzeitig als Weltmarktführer in diesem Bereich Produkte für die speziellen Wünsche der Kunden zu entwickeln.

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Bereits im Wahlkampf 2013 war von der Leyen bei dem Unternehmen vor Ort in Emmerthal – damals übrigens noch als Bundesministerin für Arbeit und Soziales. In welchem Amt sie das nächste Mal dort zu Gast sein werde? Die CDU-Politikerin lacht, als sie danach gefragt wird. Sie hoffe, dass sie weiter „als Verteidigungsministerin den Modernisierungsprozess der Bundeswehr begleiten kann“. Doch zunächst stünden die Koalitionsverhandlungen an, um dann eine stabile Regierung zu bilden. Von der Leyen: „Alles Weitere wird sich zeigen.“

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