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Von Kindergärten bis zu Baugebieten: Neue Termine für Investitionen / Finanzprobleme in Aerzen bleiben

Millionen-Projekte rücken näher

AERZEN. Die Investitionsprojekte klingen nicht neu, die Finanzprobleme sind aber geblieben. Ob der Neubau der Kindergärten in Aerzen und Groß Berkel – dort mitsamt dem Umbau der Grundschule –, Bauplätze oder Rathaus, Grundstückskäufe sowie Kanal- und Straßensanierung: „Wir haben ein Rieseninvestitionsprogramm“, sagte Bürgermeister Bernhard Wagner bei der Vorstellung des Haushaltes 2018 mit der Fortschreibung in den Folgejahren.

veröffentlicht am 02.11.2017 um 16:08 Uhr

In Groß Berkel soll der Kindergarten zur Grundschule verlegt werden. Der Neubau soll nächstes Jahr beginnen. Auch in der Schule sind Investitionen geplant. Foto: Dana
Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Schon im Vorjahr seien einige Projekte vorgestellt, aber größtenteils verschoben worden. „Zusammengezuckt“ sei er mit Blick auf die Schulden, die sich bis 2021 verdoppeln könnten. Und dabei seien einige Themen, etwa Feuerwehrhäuser, nicht einmal eingerechnet. Große Sorgen würde ihm aber besonders der Ergebnishaushalt bereiten, in dem bei Einnahmen und Ausgaben der Gemeinde weiterhin ein Minus bestehen bleibe. Und im Vergleich zu den Investitionen hänge daran die Handlungsfähigkeit der Gemeinde. Deshalb lautete Wagners Appell an die Politiker bis zur Verabschiedung des Zahlenwerks im Dezember: „Ich wünsche mir gute Beratungen mit einem guten Ergebnis.“

Im nächsten Jahr befürchtet die Verwaltung ein Minus von knapp einer halben Million Euro. Und das, obwohl die Gemeinde für 2018 einige Steuern bereits in diesem Jahr erhöht hat, wie der für die Finanzen zuständige Kämmerer Claus Henke am Mittwoch im Fachausschuss sagte. Immerhin: Nicht immer fällt das Defizit am Ende so aus wie zunächst befürchtet. 2016 gab es schließlich ein sattes Plus. Und war für dieses Jahr ein Minus von 2,5 Millionen Euro vorgesehen, könnte das Ergebnis laut aktueller Prognose um 600 000 Euro besser ausfallen. Vor allem die heimische Wirtschaft überwies mehr an die Gemeinde (Henke über das Plus bei der Gewerbesteuer in Höhe von 400 000 Euro: „Sie entwickelt sich gut“). Auch die Anteile der Einkommensteueranteile liegen 200 000 Euro über dem Plan, wobei diese Zahl bis Januar mit Unsicherheiten behaftet sei.

Mit den Bauarbeiten für die Kindergärten in Aerzen und Groß Berkel soll nächstes Jahr, teils mit Zuschüssen für die Millioneninvestitionen, begonnen werden. Zunächst in Vorleistung treten muss die Gemeinde, um in den beiden großen Ortsteilen neue Baugebiete zu erschließen – inzwischen gibt es kaum noch Grundstücke für künftige Eigenheimbesitzer. Hinzu kommt der Endausbau der Straßen in den bisherigen Baugebieten. Erste größere Summen für den Neu- oder Umbau des Rathauses sind ab 2019 eingeplant. Und ins Gespräch gebracht wird jetzt bereits ein neues Feuerwehrhaus in Aerzen – rund 1,5 Millionen Euro ab 2022. Diskussionsbedarf zeichnet sich bei diesem Punkt ab, wie Henke und Wagner meinten.

Manch anderes Thema könnte sich noch ergeben. „Ich bin mir sicher“, sagte der Bürgermeister: „Im Haushalt 2019 werden Dinge auftauchen, an die wir heute noch nicht denken.“

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