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Pilotprojekt für die Region

Midibus fährt bei Bedarf ins Ilsetal

BÖRRY. Mit einer Überraschung wartete Ortsbürgermeister Rolf Keller bei der jüngsten Sitzung des Ortsrates Börry auf. Mit dem Beginn des neuen Schuljahres am 9. August wird mit dem Fahrplanwechsel im Nahverkehr Hameln-Pyrmont in der Gemeinde Emmerthal zusätzlich ein nachfragegerechtes Bedarfsverkehrssystem eingeführt.

veröffentlicht am 13.06.2018 um 19:34 Uhr

Der Busverkehr soll auch auf dem Lande eine Option bleiben. Nach den Plänen der Verkehrsgesellschaft wird ab August ein Midibus mit rund 20 Sitzplätzen ab Kirchohsen zu festen Zeiten starten und als Zubringer zu den Hauptlinien fungieren. Foto: Dana
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Uwe Bosselmann Reporter
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Damit soll der Versuch unternommen werden, in den Dörfern des Ilsetals mit „traditionell geringer ÖPNV–Nutzung, die sich weitgehend an den Bedürfnissen des Schülerverkehrs orientiert“, ein System einzuführen, das mit festen Abfahrtszeiten, jedoch nur bei Nachfrage fährt.

Wie die Verkehrsgesellschaft Hameln-Pyrmont (VHP), geleitet von Arne Behrens, erklärt, verbindet derzeit ein Bus auf der Linie 44 von Hameln über Kirchohsen und Hagenohsen auf einer festen Route die Dörfer des Ilsetals, was mit relativ langen Fahrzeiten einhergeht. Für den Bereich „rechts der Weser“, den Linien 43 und 44, die den Korridor Voremberg, Völkerhausen, Latferde, Hajen, Frenke, Börry, Bessinghausen, Esperde, Brockensen und Heyen verbinden, ist ein flexibler Kleinbuseinsatz ohne feste Route geplant. Bedingt durch das enge Verkehrsnetz zwischen den Dörfern, verspricht sich die VHP kurze Fahrzeiten. Nach den Plänen der Verkehrsgesellschaft wird ein sogenannter Midibus mit rund 20 Sitzplätzen ab Kirchohsen zu festen Zeiten starten und in Kirchohsen und Hagenohsen fünf Haltestellen fest anfahren. Von den fünf Haltestellen in Kirchohsen und Hagenohsen bestehen Anschlüsse mit den Linien 5, 40 und 520 nach Hameln. In dem vorgestellten Fahrplan sind die Abfahrtszeiten nach den Anschlüssen nach Hameln ausgerichtet. Ab Hagenohsen wird die Fahrt nach dem angemeldeten Bedarf ohne Umwege fortgesetzt. „Für die Rückfahrt aus den Ortsteilen ist vorab eine Anmeldung über die Mobilitätszentrale oder das Internet erforderlich“, so die VHP. Der Bus setzt sich allerdings nur in Bewegung, wenn Anmeldungen vorliegen. Vorgesehen ist eine stündliche Abfahrt. Das Angebot wird von Montag bis Freitag in der Zeit von 7 bis 18.30 Uhr und samstags zwischen 8.30 und 14.30 Uhr bereitstehen. Für die Nutzung des Bedarfsverkehrs gelten die regulären Tarife ohne Zuschläge. „Es ist ein Pilotprojekt in der Region. Je besser es angenommen wird, desto mehr kann das Angebot ausgebaut werden“, so Geschäftsführer Arne Behrens von der Verkehrsgesellschaft Hameln-Pyrmont.



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