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So plant das Unternehmen Dr. Paul Lohmann seinen Neubau / Nachbarn erhalten erste Einblicke

Mehr Platz für Forscher und Laboranten

EMMERTHAL. Noch gibt es keine Termine für die Bauarbeiten, dennoch: Erste Details für das geplante Forschungs- und Entwicklungszentrum des Unternehmens Dr. Paul Lohmann liegen vor. Insgesamt will es 15 Millionen Euro in Emmerthal investieren. Die Nachbarn gehörten mit zu den ersten, die Einblick in die Pläne bekamen.

veröffentlicht am 01.02.2018 um 15:54 Uhr
aktualisiert am 01.02.2018 um 19:20 Uhr

Für das geplante Forschungs- und Entwicklungszentrum liegen erste Entwürfe vor. Zeichnung: Architekturbüro,

Autor:

Christian Branahl und Burkhard Reimer
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Und: Die ersten Pläne beschäftigten nicht nur Ortsrat und den zuständigen Fachausschuss, sondern wurden bereits den Nachbarn des Unternehmens in Kirchohsen bei einer Informationsveranstaltung vorgestellt.

„Wir müssen straff dranbleiben“, betonte Geschäftsführer Jürgen Lohmann in dem für das Thema Bauen zuständigen Fachausschuss des Rates. Dabei hob er besonders hervor, dass die Investition den Standort des Unternehmens in Emmerthal stärke und mit dem Neubau weitere neue Arbeitsplätze vorgesehen seien. „Ich weiß“, fügte der Firmenschef an, „dass die Änderung des Bebauungsplans ein langwieriger Prozess ist, umso mehr hoffe ich, dass wir bis 2019 damit fertig sind.“

Ihm sei es wichtig gewesen, die ersten Informationen der Nachbarschaft aus der Friedrich- und Wilhelmstraße vorzustellen, sagte Lohmann. Noch bevor das formelle Bauleitverfahren beginne, hätten rund 80 Einwohner schon einen ersten Eindruck von den Plänen bekommen. „Das war sehr positiv“, meinte der Unternehmenschef, der bereits im vergangenen Sommer gegenüber unserer Zeitung erste Details für die Investition mit einem Umfang von rund 15 Millionen Euro für Gebäude und Ausstattung genannt hatte.

Damit will das Unternehmen Dr. Paul Lohmann den Standort am Hauptsitz stärken. Foto: Dana
  • Damit will das Unternehmen Dr. Paul Lohmann den Standort am Hauptsitz stärken. Foto: Dana

Bekanntlich plant das Unternehmen den Bau eines Forschungs- und Entwicklungszentrums, um sich als Spezialist für Mineralsalze stärker auf Kundenwünsche auszurichten und innovative Produkte auf den Markt zu bringen. Die Investition folge der vor rund zehn Jahren eingeleiteten Neuausrichtung des Unternehmens, verstärkt neue Anwendungsfelder für hochwertige Mineralsalze zu entwickeln statt auf Massenprodukte zu setzen, wie der Geschäftsführer bereits im Sommer angekündigt hatte. Die darauf spezialisierten knapp 60 Beschäftigten, bislang auf mehrere Abteilungen verteilt, sollten auf einen Standort konzentriert werden. Künftig sollen dort laut Planung 70 bis 75 Mitarbeiter beschäftigt sein. „Damit schaffen wir ein attraktives Umfeld für Wissenschaftler und Chemielaboranten“, bekräftigte jetzt Lohmann – und zwar im Weserbergland. „Eine ideale Verbindung zwischen Entwicklung und Produktion.“

Noch gilt es als ein frühes Stadium für die Politik, die später die Bauleitplanungen für das Projekt begleiten muss. Erster Gemeinderat Elmar Günzel: „Der Ball liegt jetzt bei der Firma Lohmann. Sie muss die notwendigen Unterlagen einreichen, damit wir das formelle Planänderungsverfahren in Gang setzen können.“ Selbst wenn die Ratsvertreter zunächst noch nichts zu entscheiden hatten: Durch alle Fraktionen hindurch gab es zustimmende Äußerungen, dass die Politiker froh seien, dass das Unternehmen an seinem Hauptsitz in Emmerthal investiere.

Positiv fielen wenige Tage vor der Ausschusssitzung auch die Reaktionen im Emmerthaler Ortsrat aus. Dort war Günzel ebenfalls auf das Projekt eingegangen, das im Bereich Friedrichstraße und damit in einem allgemeinen Wohngebiet geplant sei. In einem förmlichen Verfahren sei es nun notwendig, ein Mischgebiet auszuweisen. Es sei von allen Beteiligten als wichtig angesehen worden, bei den Anwohnern Überzeugungsarbeit zu leisten. Das sei mit dem Informationsabend geschehen. Zwar habe es auch „skeptische Stimmen“ dabei gegeben, aber, so sagte Günzel: „Das ist ja nicht überraschend.“ Im späteren offiziellen Verfahren werde die Öffentlichkeit erneut beteiligt.

Ortsbürgermeister Rudolf Welzhofer (CDU) hob hervor, wie wichtig es sei, die Nachbarn in die Planungen frühzeitig einzubeziehen und „sie nicht vor vollendete Tatsachen zu stellen“. Dass die Politik die Bemühungen des Unternehmens wohlwollend begleiten werde, steht für ihn ebenso außer Zweifel wie für die anderen Ortsratsmitglieder. „Lohmann ist bestrebt, innovativ nach vorne zu schauen und damit Arbeitsplätze zu schaffen“, sagte Ernst Nitschke (FWE). Auch Ruth Leunig (SPD) bezeichnete es als begrüßenswert, dass das Unternehmen schon jetzt mit Informationen auf die Anwohner zugegangen sei. Leunig: „Ich bin froh, dass Lohmann den Standort stärkt.“

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