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Feuerwehren reagieren auf gestiegene Anforderungen mit Spezialisierungen

Mehr als nur löschen

AERZEN. „Im System der gegenseitigen Hilfe spielen Feuerwehren eine besondere Rolle“, erklärt Aerzens Bürgermeister Bernhard Wagner anlässlich des Jahresabschlusses der Gemeindefeuerwehr. Er ist begeistert, dass „die allermeisten Feuerwehrleute mit Engagement und persönlichem Einsatz ihren Dienst absolvieren.“

veröffentlicht am 17.04.2017 um 14:40 Uhr

Ortsbrandmeister Heinz Brand macht sich mit dem neuen Lösch-System Cobra vertraut.
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Autor

Sabine Brakhan Reporterin
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504 Männer und Frauen im Alter von 16 bis 63 Jahren leisten aktuell ihren aktiven Dienst in den Einsatzabteilungen der beiden Stützpunktwehren in Aerzen und Groß Berkel sowie den zwölf Ortsfeuerwehren im Gemeindegebiet. Das ist ein Rückgang von zwölf Aktiven im Vergleich zum Vorjahr. Sowohl die Jugendfeuerwehren (-7), als auch die Altersabteilungen (-6) und die Musikzüge (-5) haben ebenfalls einen Mitgliederschwund zu verzeichnen. Bei den Nachwuchsbrandschützern sind aktuell insgesamt 112 Jugendliche in neun Jugendfeuerwehren engagiert, die Altersabteilungen haben noch 171 Mitglieder. In den Musikzügen Grießem und Grupenhagen stehen 47 Musikerinnen und Musiker zur Verfügung.

Erfreuliche Zahlen gibt es hingegen aus dem Bereich der drei Kinderfeuerwehren zu berichten: Aufgrund von zwei Neugründungen in Groß Berkel und Grießem konnte hier bei den Sechs- bis Zehnjährigen ein Zuwachs von 27 Mädchen und Jungen verbucht werden. Somit engagieren sich insgesamt 877 Mitglieder in der Gemeindefeuerwehr Aerzen, drei weniger als noch im Vorjahr. Die 71 Mitglieder sowie 14 Alterskameraden der beiden Werkfeuerwehren der Firma Lenze und der Aerzener Maschinenfabrik sind in dieser Statistik nicht erfasst, wie der stellvertretende Gemeindebrandmeister Jörg Pyka mitteilt. Die Orts- und Werkfeuerwehren des Fleckens Aerzen wurden im abgelaufenen Jahr insgesamt 106-mal zu Brand- und Hilfeleistungseinsätzen gerufen. Damit alarmierten Melder und Sirenen die Brandschützer 18-mal weniger als im Vorjahr. Allerdings nahmen sowohl die Zahl der Brandeinsätze als auch der Fehlalarmierungen zu, während Hilfeleistungs- und sonstige Einsätze rückläufig waren.

Gemeinderat und Verwaltung sei bewusst, dass die Anforderungen an die Feuerwehren gestiegen sind, erklärt Bernhard Wagner. Reaktionen auf neue Anforderungen seien beispielsweise der Abbau des Beschaffungsstaus und die Entwicklung neuer Konzepte. Ein Zukunftsthema sieht Aerzens Bürgermeister in der Optimierung der Hilfe für die Helfer. „Nicht jede Gemeinde kann das leisten, was in Aerzen geleistet wird und das ist schon etwas Besonderes“, erklärt Kreisbrandmeister Frank Wöbbecke Bezug nehmend auf Wagners Ausführungen. „Ihr leistet gute Arbeit vor Ort und unterstützt darüber hinaus die Kreisfeuerwehr, das bringt uns weiter“, so der Kreisbrandmeister.

„Stillstand ist Rückschritt und davon sind wir weit entfernt“, macht auch Friedhelm Senke in seinem sechsten Abschlussbericht als Gemeindebrandmeister deutlich. „Im Gegensatz zum technischen Wandel vergangener Jahrzehnte ist diese Entwicklung heute mit immer mehr Regularien und immer neuen Vorschriften unterlegt“, erklärt der Gemeindebrandmeister. Auf den gesellschaftlichen Wandel reagiert man mit der Erstellung von Feuerwehrbedarfsplänen. „Den dort aufgeworfenen Fragen müssen wir uns offensiv stellen und tun dies auch“, so Friedhelm Senke.

Festzuhalten bleibt für Aerzens Gemeindebrandmeister, dass „das zu leistende Spektrum immer umfänglicher wird. Darauf reagieren die Freiwilligen Feuerwehren im Flecken Aerzen mit Spezialisierung.“

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