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Emmerthaler Wasserwerke mit positiver Bilanz – Überschuss soll in die Rücklage fließen

Mehr als 130 000 Euro im Plus

EMMERTHAL. „Generell ist die Bilanz sehr positiv. Die Ertragslage hat sich im Vergleich zum Vorjahr sehr verbessert“, teilte Wirtschaftsprüfer Gerhard Hinrichs dem Ausschuss für Gemeindewerke und Technik mit. Die Erlöse seien auch auf einen höheren Wasserbrauch, aber auch auf höhere Gebühren zurückzuführen.

veröffentlicht am 03.04.2017 um 17:46 Uhr

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Autor

Ernst August Wolf Reporter
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Das komplexe Zahlengeflecht der Bilanz zum Geschäftsjahr 2015 resultierte im Bereich des Betriebszweiges Wasserversorgung unterm Strich in einem Jahresüberschuss von exakt 131 247,71 Euro. Ein Betrag, der, so der vom Ausschuss angenommene Vorschlag von Bürgermeister Andreas Grossmann, ausschließlich in die allgemeine Rücklage des kommunalen Unternehmens fließen soll. Von den Erlösen der Abwasserbeseitigung in Höhe von 145 448,60 Euro soll ein Anteil von gut 95 000 Euro zur Deckung der Verlustrechnung aus dem Vorjahr dienen. Die restlichen 50 000 Euro sollen ebenfalls in die Rücklage des Unternehmens eingebracht werden.

Die Erlöse seien zum einen darauf zurückzuführen, dass die Bürger mehr Wasser verbraucht und somit auch mehr Abwasser verursacht hätten, so Hinrichs. Insgesamt seien das im Berichtszeitraum 488 000 Kubikmeter gewesen. Zum anderen seien Rückerstattungen von Versicherungen positiv in die Bilanz eingeflossen sowie einige bislang nicht abgerechnete Posten. „Die Wasserwerke stehen damit erheblich besser da als im Vorjahr“, so der Bilanzexperte. Vor allem Instandsetzungen hatten in den vergangenen Jahren zusätzliche Kosten verursacht. Einen wesentlichen Beitrag zum guten Ergebnis hat auch die Gebührenerhöhung bewirkt. Die war im Bereich der Trinkwasserversorgung von 1,70 auf 1,80 Euro pro Kubikmeter und beim Abwasser von einem Kubikmeterpreis von 3,38 auf 3,46 Euro angehoben worden. Eine aufgrund dieser positiven Geschäftsentwicklung denkbare Gebührensenkung hält der Wirtschaftsprüfer für wenig wahrscheinlich. „Das ist Sache der Politik. Zur Stärkung des Unternehmens ist es sinnvoll, die Rücklage aufzustocken.“ Vor allem weil zahlreiche neue Investitionen auf das seit 1998 für die Frischwasserversorgung und Abwasserbeseitigung zuständige Unternehmen zukommen. So soll Hagenohsen an die Wasserversorgung in Kirchohsen angeschlossen werden. „Die Umsetzung der Maßnahme wird immer dringender, denn der in Hagenohsen vorhandene Hochbehälter ist sanierungsbedürftig“, so Grossmann. Um die Belastung der Gebührenzahler möglichst gering zu halten, seie es notwendig, noch in Niedrigzinszeiten eine Investitionsrücklage zu erwirtschaften.

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