weather-image
23°

Erster Spatenstich für Laborgebäude am ISFH / Ministerpräsident würdigt Kooperation mit Wirtschaft

McAllister: Solar-Kompromiss vertretbar

Emmerthal (cb). Eine bedeutende Einrichtung für das Weserbergland und für Niedersachsen sieht Ministerpräsident David McAllister im Institut für Solarenergieforschung (ISFH) in Emmerthal. Die Umsetzung der Energiewende sei nicht nur für das Land, sondern auch für das Institut „voller Herausforderungen“. „Eine spannende Zukunft“, meinte McAllister. Gestern setzte er den symbolischen ersten Spatenstich für ein neues Laborgebäude, mit dem das Institut einen neuen Schwerpunkt für „Integrierte Solare Systemtechnik“ bilden will. Damit, so der Ministerpräsident, werde „die Forschungskompetenz in Niedersachsen weiter ausgebaut und das Institut eine neue Grundlage für Kooperationen mit der Industrie schaffen“.

veröffentlicht am 30.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 10:41 Uhr

270_008_5611349_lkae109_3006.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Das ISFH unter seinem Leiter Prof. Dr. Rolf Brendel („Wir werden weiter versuchen, für die Industrie zu tun, was wir leisten können“) erhofft sich durch den Neubau weitere Möglichkeiten. Dabei steht das Zusammenwirken von Komponenten und Teilsystemen zur Wärmeerzeugung im Mittelpunkt. Dazu sollen Kombinationen aus unterschiedlichen Wärmeerzeugern wie Gaskessel oder Wärmepumpe und Solaranlage sowie die verbindenden Hydraulikmodule und Regelgeräte im System untersucht werden. Ein Elektroenergielabor wird sich darüber hinaus mit stromseitigen Aspekten wie der Kopplung von Photovoltaikstrom, Haushaltsstrom und Elektrowärme befassen.

McAllister würdigte die Arbeit der Solarforscher des vor 25 Jahren gegründeten Institutes. Es habe einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass erneuerbare Energien eine hohe gesellschaftliche Zustimmung genießen und einen zunehmenden Anteil an der Wertschöpfung vor Ort haben würden. Das ISFH „ist ein Beweis dafür, dass Forschung und Entwicklung oftmals erst langfristig ihre Wirkung entfalten, Geduld sich eher auszahlt als der Wunsch nach kurzfristig erreichbaren Ergebnissen“, sagte der Ministerpräsident, der auf die Kooperation mit der Wirtschaft einging. „Kaum eine niedersächsische Einrichtung in der Energieforschung verzeichnet so hohe Einnahmen aus Aufträgen der Industrie“, sagte er. Nachdem am Vormittag der Bundesrat das umstrittene und nun nachgebesserte Gesetz zur Kürzung der Solarstromförderung gebilligt hatte, sprach McAllister „von einem vertretbaren Kompromiss“.

Auf die „dramatische Situation“ der Solarindustrie verwies hingegen Dr. Hans-Joachim Krokoszinski von der Bosch Solar Energy AG. Er setzte sich für Verbesserungen in der Förderpolitik ein, um beispielsweise Technologiesprünge schneller in die Produktion zu bringen. Dass die Solarenergie immer wirtschaftlicher werde, das betonte Dr. Winfried Hoffmann, Präsident der European Photovoltaic Industry Association. Aus den Laboren der Forschungsinstitute sei schon bekannt, was in der Produktion demnächst möglich sei, um die Kosten weiter zu senken. Hoffmann forderte eine Industriepolitik, die dazu beitrage, dass es wegen der Konkurrenz aus China nicht zu noch mehr Insolvenzen komme.

Die Forschungserfolge des ISFH würdigte auch Landrat Rüdiger Butte. Sie würden vom kleinen Emmerthal aus große Bedeutung auf internationaler Ebene erhalten. Butte: „Das ist gut für die ganze Region.“



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?