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Pettig-Hof in Grupenhagen in voradventlicher Atmosphäre

Martinimarkt als Forum für heimische Kunsthandwerker

GRUPENHAGEN. Auch in diesem Jahr gibt es wieder eine Menge Neues zu entdecken im ohnehin schon von Beginn an sehr vielfältigen Martinimarkt-Angebot, das mittlerweile 32 Verkaufsstände verteilt auf den gesamten Pettig-Hof umfasst.

veröffentlicht am 13.11.2017 um 16:08 Uhr

Von der alten Lieblingsjeans zur neuen Tasche: Petra Bethmann (li.) aus Hemeringen macht’s möglich. foto: sbr
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Autor

Sabine Brakhan Reporterin
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„Ein Engelsrufer!“, erklärt Sabine Hoffmann, hält sich das soeben erworbene Schmuckstück an ihr Ohr und lässt das zarte Glöckchen im Inneren des filigranen kleinen Kunstwerks erklingen. Die Moerserin dürfte eine der am weitesten angereisten Besucher des Grupenhäger Martinimarkts auf dem Pettig-Hof sein. „Zwei Tage Martinimarkt inklusive Übernachtung im Wohnmobil, das muss einfach jedes Jahr sein“, berichtet sie fröhlich weiter.

Über 200 Kilometer hat Sabine Hoffmann gemeinsam mit ihrem Mann zurückgelegt, um die ganz besondere Atmosphäre dieses voradventlichen Marktes zu genießen. Und was genau macht dieses einmalige Ambiente auf dem Pettig-Hof aus? Während auf vielen Märkten das Catering im Vordergrund steht, setzten Friedrich und Henning Pettig vorwiegend auf das vielfältige und gleichzeitig einmalige Angebot heimischer Kunsthandwerker.

„Verhungern braucht aber trotzdem kein Besucher: Das Hofcafe hat geöffnet und es gibt herzhafte Spezialitäten vom Grill und aus dem Backofen – selbstverständlich in Bio-Qualität“, erklären die beiden Pettig-Brüder. „In der Scheune, den Remisen und im Hofladen lässt sich so wunderbar bummeln und anschließend wird der gemütliche Martinimarktbesuch noch gekrönt vom Besuch im Hofcafe“, erklärt eine Besucherin, bevor sie mit zahlreichen Tüten in der Hand und einem Koniferenkranz über dem Arm einen der wenigen freien Plätze im Hofcafe „Kornblume“ ansteuert. Auch in diesem Jahr gibt es wieder eine Menge Neues zu entdecken im ohnehin schon von Beginn an sehr vielfältigen Martinimarkt-Angebot, das mittlerweile 32 Verkaufsstände verteilt auf den gesamten Pettig-Hof umfasst.

Der sogenannten Overlay-Technik bedient sich Gudrun Brückner-Krebbel bei der Herstellung ihrer stimmungsvollen Bilder. Als Malen auf und mit Stoff könnte man ihr Kunsthandwerk auch bezeichnen. Um die einmalige Vielschichtigkeit ihrer Bilder zu erreichen, verarbeitet die Hastenbeckerin unter anderem mit ihrer Nähmaschine die alten handgearbeiteten Spitzen ihrer Großmutter und lässt anschließend Acrylfarben auf dem angefeuchten Stoff verlaufen, wie sie erklärt.

Petra Bethmann hat einen Weg gefunden, den ausgedienten Lieblingsjeans ein zweites Leben zu schenken. Upcycling heißt der neue Trend, der aus altem Jeans-Stoff Taschen entstehen lässt. Gleich nebenan bietet Babsi Pospich aus Bredenbeck Handarbeiten an, die jede noch so hübsche pastellfarbene Kinderzimmereinrichtung noch liebevoller anmuten lässt.

Chirurgenstahl kommt bei Kai Kalkmann zum Einsatz. Er zaubert seine Schmuckstücke mit viel Geschick aus hoch legiertem Edelstahl unter Verwendung von Perlen, Muscheln, Steinen oder Holz. Sein neuster Coup: Holzringe, die sich nach der Bearbeitung durch den Hemeringener anfühlen, als seine sie aus Marmor. Das Hobby ihres Mannes ist für Yvonne Kalkmann ein Glück: Immer wenn sich der Hobby-Goldschmied eine neue Kreation ausdenkt und umsetzt, bekommt sie den Prototyp als erstes an den Finger gesteckt.

Naturholz spielt auch eine unübersehbare Rolle am Stand von Maren Schauer-van Son und ihrem Mann Stefan von Son. Das Paar aus Rohren setzt auf strikte Arbeitsteilung bei der Ausübung ihres Hobbys. Während er für die Holzarbeiten zuständig sei, gehört die Floristik zum Aufgabenbereich seiner Ehefrau Maren, berichtet der Rohrsener, der gerade die „Standwache“ Wolfgang Wanke von seinem Dienst befreit und selbst wieder die Kunden bei der Auswahl der Advents- und Türkränze sowie Tischdekorationen berät.

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