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75-jähriger Hausbesitzer wollte Feuer im Keller selbst löschen und zieht sich schwere Verletzungen zu

Mann schwebt nach Brand in Lebensgefahr

Reher (tis). Ein 75-Jähriger aus Reher trug bei eigenen Löscharbeiten in seinem Haus an der Ernst-Starke-Straße schwere Brandverletzungen und eine Rauchgasvergiftung davon, Lebensgefahr kann nach Polizeiangaben nicht ausgeschlossen werden. Im Heizungskeller war durch heiße Asche ein Stapel Brennholz neben einer Heizungsanlage in Brand geraten. Das Feuer richtete einen Sachschaden von rund 25 000 Euro an. Passanten hatten gestern Morgen Rauch aus den Kellerfenstern des Wohnhauses am Ortsrand von Reher kommen sehen und die Feuerwehr verständigt.

veröffentlicht am 22.11.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 23:21 Uhr

Feuerwehrleute bringen den Brandschutt in den Garten. Foto: tis
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Als die um 10.13 Uhr alarmierten Einsatzkräfte der Ortswehr Reher und Aerzen vor Ort eintrafen, kam ihnen der 75-Jährige vor seinem Haus mit Brandverletzungen im Gesicht entgegen. Er hatte auch eine Rauchgasvergiftung erlitten. Eine Mieterin (24) aus dem Obergeschoss des Wohnhauses hatte sich mitsamt ihrer Katze unverletzt ins Freie begeben. Personen waren somit durch das Feuer nicht mehr gefährdet. Der Hausbesitzer berichtete von einem Brand im Heizungskeller, den er entdeckt und zunächst selbst löschen wollte. „Durch das Öffnen der Zugangstür wurde das Feuer jedoch erst richtig entfacht und der Senior wurde bei seinen eigenen Löschversuchen erheblich verletzt“, berichtet Udo Nacke, Leiter des Polizeikommissariats Bad Pyrmont. Der 75-Jährige wurde vom Rettungsdienst schwer verletzt ins Sana-Klinikum Hameln eingeliefert. „Hier musste er auf die Intensivstation verlegt werden. Lebensgefahr kann derzeit nicht ausgeschlossen werden“, so der Erste Kriminalhauptkommissar. Ein Atemschutztrupp kämpfte sich durch die verqualmten Kellerräume zum Brandherd vor. Sie fanden im Heizungsraum einen Brand vor, vor allem standen ein Brennholzstapel und andere Gegenstände in Flammen. Das Feuer konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden. Durch die Hitze waren zudem etliche Wasserleitungen der Heizungsanlage undicht geworden. Vor dem Kellereingang wurde ein Druckbelüfter in Stellung gebracht, der die giftigen Brandgase aus dem Keller blies. Danach wurde der Brandschutt aus dem Heizungsraum entfernt. Der Feuerwehreinsatz war um 13.45 Uhr beendet. Nach Ermittlungen der Polizei hatte der 75-Jährige am Vormittag Aschereste aus dem Feststoffbrennkessel entnommen, diese am Boden zum Auskühlen abgestellt. Durch die Hitzeentwicklung hatten das Brennholz und weitere Gegenstände im Heizungskeller wahrscheinlich Feuer gefangen. Der Sachschaden wird auf 25 000 Euro geschätzt.



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