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Lenze hat Krise bewältigt / Unternehmen: Ausgezeichnete Auftragslage und wieder mehr Mitarbeiter

Märkte erholen sich schneller als prognostiziert

Groß Berkel (cb). Gute Nachrichten aus Groß Berkel: Die Lenze SE spricht jetzt von Wachstum auf allen Märkten. Noch vor einem Jahr hat das Unternehmen kräftig Personal abgebaut – es rechnete mit einer längeren Durststrecke, bis an frühere gute Ergebnisse angeknüpft werden könnte. Doch: Die Lenze SE hat die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise hinter sich gelassen, wie die Unternehmensspitze gestern bei der Bilanz-Pressekonferenz am Firmensitz in Groß Berkel mitteilte. Der heimische Spezialist für Antriebs- und Automatisierungstechnik präsentierte dabei Erfolgsmeldungen. Die Auftragslage von Lenze im laufenden Geschäftsjahr sei ausgezeichnet, die Märkte erholten sich schneller als prognostiziert. Vorstandsvorsitzender Dr. Erhard Tellbüscher: „Wir gehen inzwischen von einer stabilen und nachhaltigen Erholung der Konjunktur – und unserer Kunden – aus.“ Schon jetzt sei die Fertigung sehr gut ausgelastet, weshalb auch die Zahl der Beschäftigten wieder angestiegen sei. Inzwischen liegt die Zahl der Mitarbeiter wieder bei über 3000. Ein Jahr zuvor hatte Dr. Tellbüscher noch bekanntgegeben, dass die Zahl der weltweit Beschäftigten auf 2700 heruntergefahren werden müsse. Gestern konnte er gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen Frank Maier die Befürchtungen als überholt darstellen, auch wenn Lenze noch weit von früheren Rekordumsätzen entfernt ist. „Wir sind froh darüber, die Krise aus eigener Kraft bewältigt zu haben“, sagte Dr. Tellbüscher. „Durch konsequente Kostenanpassungen und den gestiegenen Auftragseingang konnten wir ein positives Ergebnis erzielen.“

veröffentlicht am 07.10.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 01:21 Uhr

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Der Beginn des Geschäftsjahres 2009/2010 (1. Mai 2009 bis 30. April 2010) war stark von der Wirtschaftskrise gezeichnet. Im zweiten Halbjahr zeigte sich jedoch eine deutliche Erholung. Auf Jahresbasis ergab sich insgesamt ein Umsatzrückgang von rund 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Lenze-Gruppe hat damit innerhalb von zwei Geschäftsjahren rund 33 Prozent Umsatz eingebüßt. „Unser Geschäftsjahr war geprägt von massiven Umsatzschwankungen. Diese zeigen die große Dynamik in unserer Branche der Antriebstechnik im Vergleich zum allgemeinen Maschinenbau“, so Dr. Tellbüscher. Der Umsatz der Lenze SE betrug im Geschäftsjahr 2009/2010 416,9 Mio. Euro (Vorjahr: 505,4 Mio.). Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten liegt bei 3,6 Mio. Euro (Vorjahr: 5,3 Mio.). Trotz des Rückgangs um 31 Prozent konnte damit im Krisenjahr ein operativer Gewinn erwirtschaftet werden. Das Ergebnis nach Steuern beträgt 1,3 Mio. Euro (Vorjahr: minus 8,7 Mio.) und ist wegen der Sondereffekte nicht direkt mit dem Vorjahreswert vergleichbar, wie es gestern hieß.

Die Zahl der am Stichtag 30. April 2010 in der Lenze-Gruppe beschäftigten Mitarbeiter sank um 306 auf 2897. Die Zahl der durchschnittlich in Deutschland tätigen Mitarbeiter hat sich im Geschäftsjahr 2009/2010 von 1862 auf 1635 Personen reduziert. Die größten Standorte sind Groß Berkel und Extertal.

Die Unternehmensleitung gab gestern gleichzeitig einen Ausblick auf das Geschäftsjahr 2010/2011, zu dessen Beginn bereits der Auftragseingang deutlich angestiegen sei. Im Vergleich zum Vorjahresquartal wies das erste Quartal einen Zuwachs in der Produktion von mehr als 80 Prozent aus. Der Vorstand der Lenze SE schätzt den weiteren Verlauf des Wirtschaftsjahres recht positiv ein. Der starke Anstieg sei auch darauf zurückzuführen, dass Lenze in der Krise neue Märkte erschließen konnte. In den stark wachsenden Ländern China und Indien ist das Unternehmen bereits aktiv. Jetzt konnte Lenze auch in Brasilien seine Position auf dem wichtigsten südamerikanischen Markt durch die Übernahme eines Vertriebs- und Servicepartners ausbauen.

Zeigt sich wieder optimistisch: Dr. Erhard Tellbüscher.

Ausblick von Dr. Tellbüscher: „Unsere verbesserten Kostenstrukturen sowie die Vielzahl neuer Produkte werden uns sowohl weiteres Wachstum bringen als auch das Finanzergebnis positiv entwickeln lassen.“



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