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Forschungs- und Entwicklungszentrum: Politische Beratungen beginnen / Sorge in der Nachbarschaft

Lohmann-Pläne gehen ins Detail

EMMERTHAL. Die bereits zu Jahresbeginn vorgestellten Pläne des Emmerthaler Unternehmens Dr. Paul Lohmann für ein Forschungs- und Entwicklungszentrum kommen nun in die politischen Gremien. Das Fachbüro stellt die dafür notwendigen Bauleitplanungen am Dienstag im zuständigen Ausschuss des Rates vor.

veröffentlicht am 27.08.2018 um 12:44 Uhr
aktualisiert am 27.08.2018 um 21:00 Uhr

Frühzeitig in die Neubau-Planungen einbezogen hatte das Unternehmen Dr. Paul Lohmann die Nachbarschaft. Nun beginnt das formelle Verfahren. Graphik: Architekturbüro
Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Dann soll es auch zusätzliche Details für die Nachbarn geben, bei denen es teilweise zu Verunsicherungen kommt. Eine Hausbesitzerin aus der Wilhelmstraße befürchtet, dass ihr Grundstück 20 bis 50 Prozent an Wert verlieren könnte, wenn das Wohn- in ein Mischgebiet umgewandelt werde.

Das wurde in der Einwohnerfragestunde des Ortsrates Emmerthal deutlich, als die Bauleitplanungen in groben Zügen vorgestellt wurden. Erster Gemeinderat Elmar Günzel wies die Befürchtungen allerdings zurück, da sich formal für die Nachbarschaft kaum etwas ändern werde. Außerdem seien die Planungen ganz am Anfang. Während des nun beginnenden umfangreichen Verfahrens hätten alle die Möglichkeit, schriftliche Stellungnahmen einzureichen, sagte er.

Zu Jahresbeginn waren rund 80 Bewohner der Friedrich- und Wilhelmstraße frühzeitig durch das Unternehmen über die Investition mit einem Umfang von rund 15 Millionen Euro für Gebäude und Ausstattung aus erster Hand informiert worden. Vor wenigen Tagen stellte die Verwaltung die formalen Bauleitplanungen dann im Ortsrat vor, der dazu angehört werden muss. Dabei kündigte eine Nachbarin an, ihr Veto einzulegen – „auch wenn wir wissen, wie wichtig das Vorhaben für das Unternehmen, die Gemeinde und die Belegschaft ist“. Ihre Kritik richte sich nicht gegen den Bau selbst, sondern nur gegen die Ausweisung der Straße in ein Mischgebiet mit den zu befürchtenden finanziellen Nachteilen, sagte sie.

Günzel meinte zu dem Forschungs- und Entwicklungszentrum, dass „es sich durchaus verträglich“ in die Nachbarschaft einfüge. Mit den Bauleitplanungen werde gesetzlichen Vorgaben gefolgt, aber auch Forderungen, die etwa auf die Gewerbeaufsicht zurückgehen würden. Für detaillierte Auskünfte sei der zuständige Planer im politischen Fachausschuss am Dienstag im Rathaus. In der Vorlage heißt es zu dem Ziel des Verfahrens unter anderem, dass „ein angemessener Puffer“ zwischen Gewerbe-/Industriegebiet und einem Wohngebiet geschaffen werden solle, der ein „verträgliches Nebeneinander“ ermögliche.

Bei der Sitzung des Ortsrates war auch Jürgen Lohmann als Geschäftsführer des Unternehmens unter den Zuhörern, der nach dem offiziellen Teil der Sitzung das Gespräch mit den Nachbarn vor dem Rathaus suchte.



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