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Fußgänger und Radfahrer fühlen sich gefährdet / Ortsrat bittet um Gespräch mit Landkreis

Lösung für schmale Landesstraße in Sicht?

BÖRRY/BROCKENSEN. Die Landesstraße 424 zwischen Brockensen und Börry beschäftigt den Ortsrat. Anwohner bringen eine Geschwindigkeitsreduzierung und Landverpachtungen zur Vergrößerung der Straße ins Gespräch. Der Ortsrat bittet nun zu einem Gespräch mit dem Landkreis und der Landesstraßenbaubehörde.

veröffentlicht am 22.10.2017 um 15:30 Uhr

Begegnungsverkehr auf der L 424 ist oft schwierig. Foto: ubo
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Uwe Bosselmann Reporter
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Einige Themen in den Ortsräten bleiben für lange Zeit aktuell. Bei der jüngsten Sitzung des Ortsrates Börry stand das Thema der Landesstraße 424 wieder auf der Tagesordnung. Wie Ortsbürgermeister Rolf Keller den Tagesordnungspunkt einleitete, war der Ausbau mit einem Radweg zwischen Brockensen und Börry bereits vor 16 Jahren ein Thema. Einen Antrag des Ortsrates für einem Radweg und damit den Ausbau in den „vordringlichen Bedarf“ zu heben, lehnte die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau seinerzeit ab. Wie der Erste Gemeinderat Elmar Günzel ergänzte, scheiterte der Antrag auch am Widerstand der Grundeigentümer, die Land für einen Radweg hätten verkaufen müssen. Nun wurde eine Unterschriftenliste von Kindern aus Brockensen an den Ortsbürgermeister übergeben, die Günzel, der Ortsrat und Bürger ebenfalls unterschrieben.

In Börry befinden sich die Grundschule und der Kindergarten. Eine direkte Fußverbindung zwischen Brockensen und Börry besteht nicht. Die Landesstraße verbindet auf der rechten Weserseite Halle mit Hameln. Als die Valentini-Brücke in Kirchohsen gesperrt war, nutzten viele diese Verbindung. Dabei ist es geblieben, wie von den Bürgern zu hören war. So belasten neben dem Pendler-Verkehr auch der Schwer- und der Landwirtschaftliche Verkehr die Verbindung. Die Straße ist so schmal, dass sie keinen Mittelstreifen hat. Neben der Fahrbahnmarkierung besteht ein rund 50 Zentimeter breiter Teerstreifen bis zu den Leitpfählen. Bei Fußgängern oder Radfahrern ohne Begegnungsverkehr weichen die PKW´s bis über die Mitte hinaus aus. Die Straßenführung von Brockensen nach Börry geht von einer langen Geraden in eine unübersichtliche Doppelkurve und einer langen Kurve bis zur Ortseinfahrt über. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung besteht nicht.

Wie eine Familie bei der Ortsratsitzung schilderte, sind 30 Kinder in Brockensen unter zehn Jahren. Viele gehen in Börry in den Kindergarten oder in die Grundschule. Der Familienvater brachte eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 70 Stundenkilometer ins Gespräch. Dieser Vorschlag wurde auch von weiteren Bürgern unterstützt, da auf der Verbindung kaum Begegnungsverkehr großer Fahrzeuge möglich ist. Zumal werden die Flächen landwirtschaftlich mit entsprechend großen Geräten genutzt. Aus der Bürgerschaft kam ebenfalls die Anregung, erneut mit den Grundeigentümern zu sprechen, da einige der ehemaligen Nutzer ihre Höfe aufgaben oder ihr Land verpachteten. Ebenso haben einige der Bürger eine gestiegene Bereitschaft zum Verkauf für einen Fuß- und Radweg feststellen können. Der Ortsrat war sich in der Diskussion übergreifend einig, dass die Straßenverbindung gefährlich ist und ein Weg entlang der Ilse aufgrund der Hochwasser abgelehnt wird. Der Fuß- und Radweg und die Geschwindigkeitsbeschränkung auf 70 Stundenkilometer sollen weiter behandelt werden. Um eine Lösung zu finden initiierte Ortsbürgermeister Rolf Keller eine Einladung zu einem gemeinsamen Gespräch mit dem Leiter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau, Markus Brockmann, dem Landkreis Hameln-Pyrmont, Grundeigentümern und Bürgern in Brockensen. „Die Walze ist am Laufen“, schloss Keller den Punkt.

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