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Bürgermeister-Kandidaten im Porträt: Andreas Grossmann (SPD) zwischen Politik und Privatleben

Literaturfreunde statt Theaterensemble

Emmerthal. Natürlich wusste Andreas Grossmann vor acht Jahren, dass er als Bürgermeister nach seiner ersten Wahl weniger Freizeit haben wird. Die Familie genießt zwar weiter Priorität, doch der Sport muss etwas zurückstehen, manches Buch bleibt liegen. Und doch hoffte er insgeheim, wieder auf die Theaterbühne zurückkehren zu können. Vergeblich. Verschiedene Charaktere hat der Laienschauspieler in früheren Jahren beim Mitsorg-Theater Ohr verkörpert. „Leidenschaftlich gerne“, sagt der 56-jährige Diplom-Verwaltungswirt, der sich nun um eine zweite Amtszeit als Bürgermeister der Gemeinde Emmerthal bewirbt. Eintauchen in eine andere Welt, in andere Rollen schlüpfen, dabei gut abschalten können – das mache die Faszination auf der Bühne aus. „Und wenn es nach der Aufführung den Applaus als Anerkennung gibt, dann macht das Spaß“, sagt er. Ob ihm nun der Beifall fehle, weil er oft genug auch unbequeme Wahrheiten als Bürgermeister aussprechen müsse? Grossmann lacht. „So kann man das nicht sagen“, meint er. Dass die schwierige Finanzsituation der Gemeinde ihm die Arbeit aber nicht leicht mache, dem kann er jedoch nicht widersprechen. Ein Sparkurs bestimmte die vergangenen Jahre. „Ich bin viel hier vor Ort unterwegs und muss die Folgen rechtfertigen“, sagt der Sozialdemokrat.

veröffentlicht am 14.05.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 15:41 Uhr

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